Kreis Germersheim
Ab Herbst werden Großeltern ausgeliehen

. Ein neuer Name, ein frisches Programm – und die alte Suche nach einem neuen Standort. Nach Krisenjahren geht das ehemalige FFZ durch positiv bewegte Zeiten. Im Herbst gibt es etwas neues: Leihgroßeltern.
Das Frauen- und Familienzentrum, kurz FFZ, ist seit vielen Jahren eine feste Größe in Kandel. Auch wenn Themen wie Vereinbarung von Beruf und Familie gleich geblieben sind - das Programm hat sich inzwischen etwas verändert. Den Zeichen der Zeit entsprechend ist der Blicka auf das Thema Familie weiter geworden, nun geht es auch um generationsübergreifende, integrative Angebote.
Seit einem Jahr ist das FFZ zudem „Haus der Familie“ gemäß der Definition des rheinland-pfälzischen Familienministeriums. Das alles sollte sich in einem neuen Namen wiederfinden, sagt die Vorsitzende Adelheid Untch. Bei einer Mitgliederversammlung im April wurden erst mögliche neue Namen gesammelt, bei einer Versammlung im Juli fiel die Entscheidung für „FFZ- Haus der Familie Kandel e.V.“
Ferienfreizeit schnell ausgebucht
Das neue Programm komme gut an, berichtet Untch. Dank des Status als „Haus der Familie“ bekommt der Verein auch tatkräftige Unterstützung durch Katrin Koch, als Koordinatorin und Mitarbeiterin im Familienbüro bellA in Kandel. Ein zaghafter Versuchsballon war, im Juli erstmalig eine Ferienfreizeit, für den Zeitraum von 1 Woche, für Kinder in Begleitung einer Begleiterperson anzubieten. „Bevor der Flyer fertig war, waren wir schon ausgebucht“, sagt Untch. 30 Kinder nahmen an den Ausflügen teil. 2020 soll es eine Freizeit für zwei Ferienwochen geben.
Der „weltbewusste Stadtrundgang“ mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz entwickelte sich zum „Renner“, so Untch. Angebote wie der „offene Treff“ und das „Vater-Kind/Opa-Enkel Frühstück“ haben sich nach gemächlichem Start inzwischen etabliert und sind sehr gut besucht. „Wir haben Daueranmeldungen für das Frühstück“, sagt Untch.
Spielplätze gleichen räumliche Enge aus
Kooperationen gibt es izwischen mit dem Willi-Hussong-Haus und der Bürgergemeinschaft Kandel. Diese sind nicht nur aus inhaltlichen, sondern auch aus räumlichen Gründen nötig: Die Räume in der Robert-KochStraße/Luitpoldstraße platzen aus allen Nähten, der Zugang ist nicht barrierefrei. Die Suche nach einem neuen Standort gehe weiter, sagt Untch.
Im Sommer ging man derweil nach draußen, auf Spielplätze oder in Richtung Naturfreundehaus. Dann seien auch Familien mit Kindern, die zum Beispiel im Rollstuhl sitzen, dabei gewesen, „mittendrin im Kinderalltag“, berichtet Untch hörbar erfreut.
Neue Ideen gibt es viele. Ein neues Projekt wird bald konkret: Am 7. September gibt es einen Schnuppernachmittag zum Thema Leihoma/Leihopa. Dabei sollen interessierte Senioren informiert werden, Eltern und Kinder ihre möglichen Leihgroßeltern schon einmal beschnuppern können.
Termin
Informationen zu Leihgroßeltern, 7. September, 15 Uhr, protestantisches Gemeindezentrum Kandel
Kontakt
www.ffz-kandel.de