Kreis Germersheim 190 Bauplätze

Auf dieser grünen Wiese entsteht das Neubaugebiet K2.  Foto: van
Auf dieser grünen Wiese entsteht das Neubaugebiet K2.

Heute ist Spatenstich im Neubaugebiet K2. Damit geht eine nahezu unendliche Geschichte zu Ende: Knapp 11 Jahre hat es vom Aufstellungsbeschluss bis zum Start gedauert. Weitere Komplikationen gab es dank der geplanten Ortsrandstraße.

Von Nicole Tauer

Bauplätze in der Südpfalz sind heiß begehrt. Das gilt auch für Kandel. Entsprechend ungeduldig warten die potienziellen Bauherren schon eine ganze Weile auf den ersten Spatenstich im Neubaugebiet K2. Denn der erste Aufstellungsbeschluss stammt aus dem Juni 2008. Damals war noch nicht abzusehen, dass der Bebauungsplan wegen vieler Änderungen insgesamt acht Offenlagen benötigen würde.

Heftig umstritten war lange Zeit die Anbindung an das Baugebiet Nord-West, die über eine schmale Bahnbrücke läuft. Anwohner hatten 2011 sogar aus Angst vor dem Durchgangsverkehr in der Guttenbergstraße eine Bürgerinitiative gegründet und waren von den neuen Plänen alarmiert.

Ohne Ortsumgehung ist neuer Plan nötig

Dann war der Erschließungsträger abgesprungen, was das Projekt weiter verzögerte. Als ein neuer gefunden war, musste wieder umgeplant werden: Ursprünglich sollte eine Ortsrandstraße über den Höhenweg an den geplanten Baugebieten K2 und Nordwest-B vorbei führen. Das Land hatte zwar im September 2016 einen Zuschuss zugesagt. Doch eine Kosten-Analyse ergab kurz darauf, dass die Straße gemäß den Kriterien des Landes von zu wenigen Fahrzeugen befahren werden würde - und der versprochene Zuschuss war wieder weg. Eine klamme Stadt wie Kandel konnte die Umgehung jedoch nicht alleine finanzieren. Also musste wieder umgeplant werden. Vor Ostern 2017 war deshalb sogar eine außerordentliche Stadtratssitzung notwendig geworden.

Danach hatten sich einige der 41 Grundstückseigentümer geweigert, den neuen Erschließungsvertrag zu unterschreiben. Als auch diese Klippe endlich umschifft war, gab es wieder neue Änderungen im Plan: Die Anwohner der Hubstraße, unterhalb von K2 gelegen, sollen unter anderem mit Regenrückhaltebecken vor weiteren Überschwemmungen geschützt werden.

190 Grundstücke warten auf Bauherrn

Aber jetzt kann es losgehen, zunächst mit dem Spatenstich. Der dann neue gewählte Stadtrat soll noch vor den Sommerferien einen Quadratmeterpreis festlegen. Dann verschickt die Stadt Kandel Unterlagen an die Interessenten, darin enthalten ist ein genauer Lageplan der 58 städtischen Grundstücke sowie ein Kriterienkatalog. Entsprechend verschiedener Fragen, darunter nach der Anzahl der Kinder im Haushalt oder dem Engagement in einem Rettungsdienst, werden Punkte vergeben. Denn das Interesse an den Bauplätzen ist ungebrochen groß, hieß es am Mittwoch vom Bauamt Kandel: Derzeit bekunden 180 Häuslebauer Interesse an den 58 städtischen Grundstücken. Dazu kommen noch 132 Bauplätze, die sich in der Hand von Privateigentümern befinden.

Termin

Spatenstich ist am Donnerstag, 16. Mai, 11 Uhr, im Baugebiet „K2“, Ende Höhenweg.

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