Sondernheim RHEINPFALZ Plus Artikel 100 Jahre VfR: Staubwüste ist Vergangenheit

Manuel Steimer und Alexander Frey haben zusammen mit vielen Helfern über 1100 Arbeitsstunden für den neuen Kunstrasenplatz gelei
Manuel Steimer und Alexander Frey haben zusammen mit vielen Helfern über 1100 Arbeitsstunden für den neuen Kunstrasenplatz geleistet.

Der Verein für Rasensport feiert ein großes Jubiläum. Die Einweihung des Kunstrasenplatzes ist ein Teil davon. Aber gefeiert wird eine ganze Woche lang.

Der Verein für Rasensport (VfR) Sondernheim 1926 feiert sein 100-jähriges Bestehen mit – wie könnte es anders sein – Fußballspielen, aber auch mit einem Fest und Livemusik. Und im Zentrum der Feier steht der neue Kunstrasenplatz. „Die Staubwüste ist endlich vorbei“, kommentieren dies Alexander Frey, der sich um die Jubiläumsfeierlichkeiten und zusammen mit Manuel Steimer (2. Kassier) um die Ermöglichung des neuen Platzes gekümmert hat. „Beteiligt waren aber auch viele weitere Helfer, unter anderem Bernd Rappenecker, der bei der Antragstellung für die Zuschüsse große Hilfe leistete“, ergänzt Frey. Insgesamt wurden von den Helfern „über 1100 Arbeitsstunden geleistet“, ergänzt Steimer.

Viele Geldspenden

Der Hauptgrund für das Projekt Kunstrasenplatz ist den beiden Vereinsmitgliedern die Jugendarbeit des Vereins gewesen. Immer seien viele Spieler ab der B-Jugend zu benachbarten Vereinen gewechselt, die einen solchen Platz hatten. Der Platz sei nun abgenommen und einsatzbereit – werde aber erst bei den Jubiläumsfeierlichkeiten für Spiele freigegeben. Als Erstfinanzierung sei zu Beginn des Projekts Geldspenden bei Firmen gesammelt worden – „so kamen rund 36.500 Euro zusammen“, erinnert sich der 2. Kassier des Traditionsvereins Steimer. Dann wurde die Hopp-Stiftung um einen Zuschuss gebeten. Das habe weitere rund 150.000 Euro eingebracht. Zuletzt sei beim Land Zuschuss beantragt worden. Hier gab es eine Zusage von 230.000 Euro, letztlich wurden „es aber 272.000 Euro“, so Steimer. Der VfR selbst müsse noch zwischen 80.000 und 100.000 Euro aufbringen.

Festwoche beginnt

Und am Freitag, 12. Juni, wird es dann soweit sein. Denn an diesem Tag beginnt die Festwoche zum 100-jährigen Bestehen des VfR 1926 Sondernheim. Mit dem Durchschneiden eines Bandes wird der Platz eröffnet. Das geschieht Organisator Alexander Frey zufolge beim Festakt für geladene Gäste. Gegen 19.30 und 20 Uhr wird dann die Bar eröffnet und es gibt Livemusik. Die wird es auch ab 20 Uhr am Tag darauf, Samstag, 13. Juni, mit der Band Liquid geben. Davor gibt es ein Elfmeter-Turnier. Der Sonntag startet mit einem ökumenischen Gottesdienst um 11 Uhr. Danach schließt sich ein Kinderprogramm und ein E-Jugend-Turnier an. Eine Hüpfburg des Technischen Hilfswerks (THW) sei auch zugesagt. Danach folgen zwei Tage Ruhe, bevor es am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr mit dem Einweihungsspiel zwischen dem VfR Sondernheim und dem FV Germersheim auf dem Kunstrasenplatz weitergeht. Danach gibt es noch ein Einlagenspiel der Zeiskamer Traditionsmannschaft gegen den VfR. Am Donnerstag folgt ein Firmenturnier ab 18 Uhr.

DSDS-Promis kommen

Und am Freitag, 19. Juni, gibt es nach einem AH-Turnier ab 20.30 Uhr wieder Livemusik beim ersten Picknickkonzert der Saison beim VfR, der schon mehrmals Gastgeber war. Zum Abschluss der Festwoche gibt es samstags ein weiteres Jugendturnier und am Abend die Rema-Tec Summernight unter anderem mit dem DSDS-Gewinner des Jahres 2024 Christian (Jährig) Jaycob. Weitere Künstler sind Tom Barcal, Lou Hoffner, Joey Heindle, Shirley Brug, Mario Vecchio und Patrick Himmel. Der Eintritt ist dank des Sponsors frei, doch gibt es „mit 800 Gästen eine maximale Zuschauerzahl aus Sicherheitsgründen“, wie Steimer und Frey erklären.

Festschrift zum Jubiläum

Die Geschichte des Vereins, die Namen der Vorsitzenden und dass der VfR mit der Gymnastikabteilung mehr Sport bietet wie Fußball, das alles kann zum Jubiläum in einer 136 Seiten starken Festschrift nachgelesen werden. Gegründet wurde der Verein am 16. März 1926. Erster Vorsitzender war Hubert Dausch. Danach folgten viele weitere bis zum aktuellen Andreas Schimann, die alle ihre Spuren hinterlassen haben. Damals wie heute ist der Verein – der inzwischen rund 600 Mitglieder hat – eine Stütze des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Sondernheim.

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