Kreis Bad Duerkheim Undefinierbares Fall-Objekt?

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„Zunächst hab’ ich selbst nicht bemerkt, was für ein außergewöhnlicher Schnappschuss mir bei der Trullo-Wanderung praktisch aus Versehen gelungen ist. Erst daheim, als ich mir die vergrößerten Fotos am Bildschirm angesehen habe, wurde ich auf das unbewusst fotografierte Flugzeug aufmerksam, aus dem etwas Größeres herabgefallen ist.“ Erste Vermutung des Wanderers: Da hat man sich vielleicht vom Inhalt der Bordtoilette getrennt. Eine solche Vermutung gab es auch im Dürkheimer Ortsteil Seebach schon einmal. Mehrere Bewohner dort hatten braune Spuren auf ihren Autos entdeckt und die Richtung Ramstein fliegenden Amerikaner im Verdacht. Der Frankenthaler Rentner ist jedenfalls tätig geworden, weil er der Meinung ist, „dass diese Art der Entsorgung bestimmt verboten ist“. Er hat das Foto und seine Vermutungen dazu der Polizei Frankenthal und der RHEINPFALZ gemailt. Die Nachfragen der Redaktion beim Luftfahrtbundesamt und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig haben bislang nicht weitergeholfen. Ein Mitarbeiter der BFU sagte zu dem übermittelten Foto, dass „man aus dem Bild etwas Sinnvolles nicht herausfinden kann. Ich wäre auch vorsichtig, den abgebildeten Gegenstand dem Flugzeug zuzuordnen. Der BFU liegt jedenfalls keine Meldung vom 7. August 2016 über den Verlust irgendwelcher Flugzeugteile vor.“ Und auf unsere weitergehenden Nachfragen: „Die BFU wird auf der Basis eines solchen Fotos in der Qualität keinerlei Spekulation anstellen, worum es sich bei dem Gegenstand gehandelt haben könnte. Ich möchte darauf hinweisen, dass ein Zusammenhang mit dem auf dem Foto abgebildeten Flugzeug nicht hinreichend sicher belegbar ist.“ Eine unbefriedigende Antwort, zumal für den Frankenthaler auf dem Originalfoto „ein Zusammenhang des herabfallenden Gegenstands mit dem Flugzeug ganz eindeutig belegbar“ ist. Er geht davon aus, dass durch das Verschicken des Fotos Qualität verloren ging: „Würde sich der Flugexperte das Foto bei mir ansehen, würde er anders entscheiden“, sagt der 69-Jährige. Nach seinen Recherchen müsste es sich bei dem Flugzeug um eine Verkehrsmaschine von „Star Alliance“ handeln. Das jedenfalls hat er anhand des Logos am Flugzeugheck herausgefunden. Mehr allerdings auch nicht. Von der eingeschalteten Polizei ist wohl auch nichts Neues zu erwarten, da die Beamten den üblichen Dienstweg einzuschlagen und bei den üblichen Stellen für Flugunfalluntersuchungen Anfragen gestellt haben. Deren bisherige Einschätzung ist bekannt. Etwas Hoffnung setzt der Hobby-Fotograf in die Veröffentlichung seines Glücksfotos in der RHEINPFALZ. Vielleicht haben ja Wanderer oder Landwirte Teile des „undefinierbaren Fall-Objektes“, gefunden? Mögliche Landeplätze könnten das Zellertal sein oder auch der Großraum Alzey-Worms. Auf dem Foto als „Tatzeit“ festgehalten wurde Sonntag, 7. August, 13.24 Uhr. Für Hinweise, die zu einer Klärung führen, wäre der Frankenthaler dankbar. Leser-Hinweise Wer am Sonntag, 7. August, 13.24 Uhr das „undefinierbare Fall-Objekt“ nördlich von Bockenheim gesehen hat, kann sich an die Lokalredaktion Grünstadt wenden: E-Mail redgru@rheinpfalz.de oder Telefon 06359/9330-29 zwischen 10 und 12 Uhr.

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