Verbandsgemeinde Freinsheim
Trinkwasser-Versorgung der VG Freinsheim: Welche Mischung ist die Richtige?
Das Wasser, das die Verbandsgemeindewerke Freinsheim verkaufen, kommt fast ausschließlich aus Brunnen im Krumbachtal bei Bobenheim am Berg. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass zusätzlich Wasser aus einem Brunnen bei Herxheim am Berg geholt werden soll. Wo und wie das Wasser gemischt werden soll, diese Entscheidung steht noch aus. Mögliche Varianten stellte Werkleiter Felix Haller in der vergangenen Woche in einer Sitzung des Werksausschusses des Verbandsgemeinderats vor.
Gemischt werden soll das Wasser vor allem deshalb, weil es unterschiedlich hart ist. Weiches Wasser hinterlässt kaum Kalkreste an Geräten, enthält aber wenig Mineralien, bei hartem Wasser ist es umgekehrt. Das Freinsheimer Wasser wurde in mehreren Studien und Analysen untersucht, aber letztendlich seien Fragen offen geblieben, so Haller.
Reinwasser, Rohwasser und die Mischungen
Diese Fragen soll nun eine Untersuchung des Technologiezentrums Wasser in Karlsruhe beantworten. Die Untersuchung sei noch nicht fertig, geplant sei, dass ihre Resultate in der nächsten Sitzung des Werksausschusses vorgelegt werden, so Fred Krebs (CDU), Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde.
Haller informierte schon einmal über die sieben Varianten der Mischung des Wassers, die untersucht werden. Bei zwei dieser Varianten wird Reinwasser – also gereinigtes, aufbereitetes Wasser – aus Bobenheim am Berg mit Reinwasser aus Herxheim am Berg in Bobenheim am Berg gemischt. Dazu müsste eine Leitung nach Bobenheim am Berg gelegt und in Herxheim am Berg eine Aufbereitungsanlage gebaut werden.
Bei einer weiteren Variante wird Rohwasser – also unbehandeltes Wasser – aus Bobenheim am Berg mit Reinwasser aus Herxheim am Berg am Eingang des Wasserwerks gemischt. Dazu seien ein anderer Filter und das Verlegen einer Leitung nach Bobenheim am Berg erforderlich. Letzteres sei auch bei der vierten Variante notwendig, bei der am Eingang des Wasserwerks Rohwasser aus Bobenheim am Berg mit Rohwasser aus Herxheim am Berg gemischt wird. Außerdem müsse bei dieser Variante das Wasserwerk umgebaut werden.
In der nächsten Sitzung sollen Ergebnisse vorliegen
Reinwasser aus Bobenheim am Berg und aus Herxheim am Berg wird bei einer weiteren Variante Auf dem Groß in Herxheim am Berg zusammengeschüttet. Dazu müssten zwei neue Leitungen gelegt werden. Das wäre auch erforderlich, wenn Reinwasser aus beiden Orten im Netz gemischt würde. Rohwasser aus beiden Orten am Eingang zur Aufbereitung in Herxheim am Berg zusammenkommen lassen, ist eine weitere Variante. Dazu müssten drei verschiedene Leitungen gelegt werden.
Nach Angaben von Haller müssten noch für alle Varianten die Kosten sowie die genaue chemische Zusammensetzung und damit auch die Härte der Wässer ermittelt werden. Bis zur nächsten Sitzung des Werkausschusses am 28. April soll das passiert sein.