Deidesheim/Niederkirchen Gesperrte L 527 sorgt für Kritik

Baustelle an der B 271, die sich auf die L 527 auswirkt.
Baustelle an der B 271, die sich auf die L 527 auswirkt.

Die Sanierung der L 527 und die damit verbundenen Umleitungen stoßen bei einigen Einwohnern der betroffenen Orte auf Kritik. Vor allem, da jetzt die Arbeiten bis etwa Ende Juli dauern. Vorschläge, die Umleitungen zu ändern, lehnen Polizei und der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer ab.

Die L 527 ist derzeit zwischen dem Kreisel in Niederkirchen und dem Lidl-Einkaufsmarkt bei Deidesheim gesperrt. Eine Umleitung führt aktuell über die L 528 nach Meckenheim, von dort über Ruppertsberg nach Deidesheim. Da der LBM jetzt weitere Bauarbeiten angekündigt hat, bleibt die Sperrung der L 527 noch bis etwa Mitte Juli erhalten. Das gefällt nicht allen Bewohnern in diesem Gebiet.

Die Kritik bezieht sich vor allem auf die lange Umleitungsstrecke. So müssen Autofahrer, die beispielsweise von der Eichpumpe in Niederkirchen zum Historischen Rathaus nach Deidesheim wollen, aufgrund der Umleitung 7,4 Kilometer zurücklegen, während die Strecke im Normalfall etwas mehr als zwei Kilometer beträgt. Einer der Vorschläge lautet daher, die Forster Straße als Umleitung auszuschildern. Allerdings ist dieser Weg nach Forst aktuell ein Feld- und Wirtschaftsweg, der für den Straßenverkehr gesperrt ist. Die Polizei hat in den vergangenen Tagen gerade hier verstärkt kontrolliert und einige Verwarnungen ausgesprochen. Dies sorgt für zusätzlichen Ärger. Der Vorschlag lautet nun, während der Sanierung den Forster Weg als Umleitung auszuschildern und dafür den Status als Feld- und Wirtschaftsweg vorübergehend aufzuheben.

Polizei gegen neue Umleitung

Diesem Anliegen erteilt die Polizeidirektion Neustadt allerdings eine Absage. „Die zuständigen Beamten haben gemeinsam mit dem LBM im Vorfeld der Bauarbeiten an der L 527 die Verkehrsströme ausgelotet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die bestehende Umleitung die beste Lösung darstellt“, erklärt Stefan Molter, Pressesprecher der Polizeidirektion Neustadt auf Anfrage. Und auch zu dem Problem mit den aktuellen Kontrollen auf den Feld- und Wirtschaftswegen nimmt er Stellung: „Die Kollegen der zuständigen Dienststelle in Haßloch erhalten derzeit einige Anrufe wegen der Umleitung. Allerdings ist es eher so, dass zwei Anrufer sich über die Kontrollen beschweren, während zehn andere eine verstärkte Präsenz der Polizei an dieser Stelle wünschen.“ In seinen Augen stelle die aktuelle Lösung die beste Möglichkeit dar, der Verkehrslast in diesem Bereich Herr zu werden. Zudem erinnert er daran, dass die Bauarbeiten Mitte Juli beendet sein sollen.