Elmstein
Bankgebäude wird Vereinsdomizil
Ein uriges Holzschild mit der eingebrannten Aufschrift „Haus der Vereine“ hat die nüchterne Metallreklame „Volksbank“ an dem eingeschossigen Gebäude in der Helmbachtalstraße 1 in Iggelbach ersetzt. Der Sportverein Iggelbach (SVI), der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Iggelbacher Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins erwarben gemeinsam in Gesellschaft des Bürgerlichen Rechts das leerstehende ehemalige Bankhaus und richteten dort eine Küche mit Ausschank für Feiern und Feste ein. Die erste Bewährungsprobe bestand der Raum unlängst beim Feuerwehrfest.
Bürgermeister Rene Verdaasdonk gab den Anstoß dafür, dass die seit August 2021 leerstehende alte Volksbank als Domizil für die drei Vereine dienen könne. Auch weil das frühere Schulhaus als Dorfgemeinschaftshaus bis auf weiteres aus Sicherheitsgründen für Veranstaltungen nicht genutzt werden darf. Den Kaufpreis in niedriger fünfstelliger Höhe stemmten die drei Vereine anteilig und wurden dabei von Spenden Iggelbacher Bürger und Geschäftsleute kräftig unterstützt. Der Umbau erfolgte ausschließlich in Eigenleistung der Mitglieder. „Die vielen fleißigen Hände waren wieder ein Beweis für eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft“, sagte der stellvertretende SVI-Vorsitzende Stefan Lendle.
Über 1000 freiwillige Arbeitsstunden
Wie Theo Feuchter, Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr berichtet, dauerten die Renovierungsarbeiten des knapp 40 Quadratmeter großen Küchenraums mit angrenzender Toilette rund fünf Monate. Mitglieder packten in über 1000 freiwilligen Arbeitsstunden mit an. Für benötigtes Material und Kücheneinrichtung mussten weitere 5000 Euro investiert werden.
Damit nicht jedermann von der Straße aus durch das 1,30 Meter hohe und 2,30 breite Fenster in den Küchenraum hineinschauen kann, ziert neuerdings eine auf Folie gezogene Karikatur von Cartoonist Steffen Boiselle die Glasscheibe. Auf Initiative der Iggelbacherin Elke Fols spendete der bekannte Comic-Zeichner dazu aus seiner Serie „100 % Pfälzer“ die Karikatur vom „Schoppetrinker am Kiosk“. Anfallende Kosten übernahmen der Folienhersteller, die Lambrechter Firma MR-Werbeservice sowie Fols und Ilona Grünewald mit dem Gewinn eines im vergangenen Jahr organisierten Hoffestes.