Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Mittwoch, 20. März 2019 - 20:30 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Rettungshubschrauber: Ministerium darf noch keinen Zuschlag erteilen

Die Vergabe der Interimskonzession für einen Rettungshubschrauber in der Westpfalz verzögert sich: Ein Bewerber hat bei Gericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Foto: Ginkel

Die Vergabe der Interimskonzession für einen Rettungshubschrauber in der Westpfalz verzögert sich: Ein Bewerber hat bei Gericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Foto: Ginkel

Die Vergabe der Interimskonzession für den Betrieb eines Rettungshubschraubers in der Westpfalz verzögert sich erneut. Die DRF Luftrettung, die unter den Bewerbern ist, hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht Mainz gestellt, wie die RHEINPFALZ in Erfahrung brachte. Deshalb wurden die für Donnerstag und Freitag geplanten Bietergespräche abgesagt. Dem Innenministerium seien nun bis zum Abschluss des Verfahrens die Hände gebunden, sagte Pressesprecherin Sonja Bräuer.

Vorgehen sei „nicht rechtskonform“



Bis wann das Gericht entschieden haben wird und die Vergabe weitergehen kann, könne das Ministerium nicht abschätzen. „Der Antragsteller greift insbesondere die Vorgabe an, nach der der Standort des Hubschraubers im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern – also in den Landkreisen Kaiserslautern, Kusel und Donnerbergkreis – liegen muss“, informierte Bräuer. Die DRF begründet ihren Eilantrag damit, dass sie das Vorgehen des Landes in der aktuellen Form als „nicht rechtskonform“ einstuft.

Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung nennt die DRF Luftrettung als ein Anliegen, „eine unter Umständen nicht erforderliche, kostenintensive Doppelvorhaltung zu vermeiden“, wie deren Sprecherin Anne Kunzendorf auf RHEINPFALZ-Nachfrage mitteilte.

„Haben Bewerbung schon lange fertig“



Die Johanniter-Luftrettung, die seit Oktober 2018 im Gewerbepark Sembach einen Hubschrauber im Einsatz hat, bewirbt sich ebenfalls um die Interimskonzession, die ab Mai für rund ein Jahr vergeben werden soll. Danach will das Land über eine dauerhafte Stationierung entscheiden. Günther Lohre, Geschäftsführer der Johanniter Luftrettung, bezeichnet die erneute Verschiebung als „sehr ärgerlich“. Er habe am Mittwochnachmittag lediglich die Nachricht über die Absage des Gesprächstermins ohne Angabe von Gründen erhalten. „Wir haben unsere Bewerbung schon lange fertig.“

|gzi

 

 

Donnersbergkreis-Ticker