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Freitag, 18. Januar 2019 Drucken

Donnersbergkreis

Mörsfeld: ADD missbilligt Dorfplatzpläne

Von Dieter Kaffenberger

Die Mörsfelder wollen ihren Dorfplatz (hier ein Luftbild vom Sommer) attraktiver gestalten.

Die Mörsfelder wollen ihren Dorfplatz (hier ein Luftbild vom Sommer) attraktiver gestalten. ( Foto: Stepan)

Die Mörsfelder Pläne zur Neugestaltung des Dorfplatzes stoßen bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zum Teil auf Ablehnung. Die Behörde schlägt vor, die gesamte Planung zu überdenken und zu reduzieren.

Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde zwecks Neugestaltung ihres Dorfplatzes einen Zuschussantrag aus Mitteln der Dorferneuerung bei der ADD gestellt. Nathalie Franzen vom Geographischen Planungsbüro in Gau-Odernheim hatte die Gesamtplanung erstellt, zu der sich die ADD nun geäußert hat.

Die Behörde steht einer Reihe von Maßnahmen ablehnend gegenüber und schlägt vor, die gesamte Planung zu überdenken und zu reduzieren. Hauptkritikpunkte sind eine starke Überfrachtung des Platzes durch Objekte wie Pergola, Brunnen und Sonnensegel. Eine überdimensionierte Sandsteinmauer könnte durch L-Steine ersetzt werden. Außerdem sind laut ADD die Bushaltestelle und der geplante Wasserlauf nicht förderfähig.

Baugebiete sind schuld

Der Gemeinderat einigte sich darauf, dass Ratsmitglied Jens Heyden zunächst einmal Kontakt mit der Planerin aufnehmen soll um das weitere Vorgehen zu klären.

Andrea Billenstein von der Verbandsgemeindeverwaltung in Kirchheimbolanden erläuterte danach die erste Nachtragshaushaltssatzung für 2019 – die Baugebiete sind daran schuld. Für das fast abgeschlossene ältere Neubaugebiet „Trift“ muss zum Endausbau der Straße „Am Wasserhaus“ ein Betrag von 170.000 Euro eingestellt werden. Beim neuen Neubaugebiet „Hinter den Wingerten – Teil III“ sind auf Grund einer Neuveranschlagung von Bebauungsplankosten 18.000 Euro vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt über Kredite.

Damit erhöhen sich im Ergebnishaushalt die Erträge auf 552.300 Euro und die Aufwendungen auf 600.170 Euro, was in einen Jahresfehlbetrag von 47.870 Euro mündet. Dies bewirkt schließlich, dass das Eigenkapital der Gemeinde zum Jahresende 2019 voraussichtlich einen negativen Saldo von rund 27.118 Euro aufweisen wird. Der Gesamtschuldenstand wird dann bei etwa 452.000 Euro liegen. Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig angenommen.

Drei Varianten für Gräber

Auf dem Friedhof soll ein abgeräumtes Grabfeld, etwa 300 Quadratmeter groß, neu gestaltet werden. Dem Trend der Zeit folgend sind pflegefreie Gräber vorgesehen, wobei es drei Varianten gibt: Urnengrab anonym, Urnengrab mit Platte und Sarggrab mit Platte. Die Verlegung der Platten muss so erfolgen, dass mit dem Rasenmäher problemlos darüber gemäht werden kann. Ein Ratsmitglied zeigte Bildern, auf denen zu sehen war, wie das auf anderen Friedhöfen bereits umgesetzt ist. Der allgemeine Tenor im Rat war, dass man die Maßnahme durchaus in Eigenleistung bewältigen kann und keine professionelle Planung benötigt. Eine Gruppe wird das Areal zunächst vermessen und danach in die Planung vor Ort einsteigen. 

 

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