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Dienstag, 08. Januar 2019 Drucken

Kirchheimbolanden: Lokalsport

Mit einem Bein in der Landesliga

ZWISCHENBILANZ: Basketballer der Fastbreakers ohne Erfolgserlebnis Oberliga-Tabellenletzter

Von Fabian Schmitt

Auf ihn ist Verlass: Mit 124 Punkten aus zehn Spielen ist Philip Hollmann (rechts) bester Schütze in Reihen des BBC Rockenhausen.

Auf ihn ist Verlass: Mit 124 Punkten aus zehn Spielen ist Philip Hollmann (rechts) bester Schütze in Reihen des BBC Rockenhausen. ( Foto: J. Hoffmann)

«ROCKENHAUSEN.» Zehn Spiele, zehn Niederlagen: Der BBC Fastbreakers Rockenhausen, der im März erst den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland feierte, steht schon zum Jahreswechsel mit einem Bein erneut in der Landesliga. Die Mannschaft von Spielertrainer Charles Stanley hat für die sechshöchste Spielklasse einfach einen zu schwachen Kader.

Ohne jeden Punktgewinn zieren die BBC-Cracks das Tabellenende. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals in einer Hinrunde oder zum Jahreswechsel rein gar nichts geholt haben“, sagt BBC-Kapitän Jürgen Manz. Das Korbverhältnis von 645:756 – nicht unbedingt typisch für einen Absteiger. Gleich vier Teams haben wesentlich mehr eingeschenkt bekommen. In Korbnähe lassen die Fastbreakers, vor allem dank den großgewachsenen Centern Philip Hollmann und Tracey Murray, gar mit am wenigsten zu. BBC-Coach Stanley hält konsequent an der energiesparenderen Zonenverteidigung fest, was die meisten Gegner mit einer guten Trefferquote aus der Distanz auszunutzen wissen. Im Durchschnitt kassiert die Rockenhausener Mannschaft rund zehn Dreier pro Partie.

Das Hauptproblem der Fastbreakers liegt aber in der Offensive, die für die Landesliga noch stark genug war. Doch den Abgang von Topscorer John Caldwell oder Wundertüte Rabosky Tanner konnte das Team nicht kompensieren. Das Zeug dazu hätten Neuzugang James Newsome (Punkteschnitt von 14,8) und Rückkehrer Jeremy Jordan (10,2). Doch nur einmal standen beide gemeinsam auf dem Parkett. Newsome wurde gar aus disziplinarischen Gründen nach nur fünf Partien nicht mehr von Stanley berücksichtigt. Jordan absolvierte aus beruflichen Gründen genauso wenige Spiele. „Dadurch sind wir im Vergleich zur letzten Saison einfach schwächer besetzt“, gibt Manz zu.

Die dünne Personaldecke wird den Fastbreakers vor allem im dritten und vierten Viertel einer Partie zum Verhängnis. Denn bis dahin hält die Stanley-Truppe mit nahezu jedem Gegner gut mit oder liegt sogar in Führung. „Auch wenn wir nur zu sechst oder siebt sind, ist es nicht so, dass wir keine Chance haben. Doch am Ende reicht es eben nicht, da der Gegner noch mal Kräfte mobilisieren und zulegen kann und wir abbauen“, verdeutlicht Manz. Verlass ist neben Hollmann (12,4) und Manz (8) auf Key-Juan Hardin (11,4). Die drei sind die einzigen, die in der laufenden Runde immer zum Einsatz kamen. Routinier Murray (15,2) musste kürzlich wegen einer Knieverletzung passen, Aufbauspieler Patrick McMillian stieß erst Mitte der Hinrunde zum Team. Die Jugendspieler Marc Nauerz und Etienne Manz sind talentiert, doch die Oberliga ist genau wie für den Teamplayer Anthony Turner (in neun Einsätzen nur zehn Punkte) noch eine Nummer zu groß. Apilo Ojullu und Timothy Roddy machten jüngst ihr erstes Spiel.

„Wenn du in der Liga bleiben willst, müsstest du jetzt fast alles gewinnen“, weiß Manz, dass der Klassenerhalt ein eher unrealistisches Ziel ist. Coach Stanley konnte bisher noch keine neue Personalie vorstellen. Sportlich geht es für die Fastbreakers am 19. Januar mit dem Heimspiel gegen den um zwei Siege besser gestellten Tabellenvorletzten DJK Saarlouis-Roden/Dillingen II weiter.

Statistik

BBC Fastbreakers Rockenhausen, Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland

Bisherige Spiele:

BBC – Dürkheim/Speyer II 70:77, Saarlouis-Roden/Dillingen II – BBC 75:69, BBC – Nieder-Olm 65:73, Horchheim – BBC 72:59, BBC – Herrensohr 56:68, Baskets Trier – BBC 68:62, BBC – Völklingen/Bous 84:86, MJC Trier – BBC 81:53, BBC – Saarbrücken 60:74, Dürkheim/Speyer II – BBC 82:67

Korbverhältnis:

645:756 – Freiwurfquote:

58,9 Prozent (136 von 231) – Dreier:

33 – Fouls:

154 – Bester Schütze:

Philip Hollmann (124 Punkte in zehn Spielen).

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