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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Donnersbergkreis

Mit Blick auf morgen zurück ins Gestern

Interview: Walter Eichler vom Verein KulturArt zum Virtual-Reality-Projekt der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg

Körperlich im Hier und Jetzt, mit den Sinnen in der Vergangenheit: Eine VR-Brille macht’s möglich.

Körperlich im Hier und Jetzt, mit den Sinnen in der Vergangenheit: Eine VR-Brille macht’s möglich. ( Archivfoto: Frei)

Walter Eichler

Walter Eichler ( Foto: Frei )

«Otterberg.» Heute in einer Kutsche durch Otterberg fahren, dabei Hufgeklapper hören und die Umgebung von damals sehen: So soll der Besucher in die Gründungszeit der Abteikirche reisen. Eine VR-Brille (Virtuelle Realität) soll diese Zeitreise möglich machen – das hat sich die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg im „Profilierungswettbewerb Tourismus“ des Mainzer Wirtschaftsministeriums zum Ziel gesetzt. Das Konzept läuft unter dem Motto „Timetravel – mitten im Damals“. Mit Walter Eichler, dem Vorsitzenden von KulturArt und einem der Hauptinitiatoren, sprach unsere Mitarbeiterin Gaby Böhmer.

Wie entstand die Idee zu diesem außergewöhnlichen Vorhaben?

Die Inszenierung „Elementar“ der Abteikirche im September vergangenen Jahres hatte den Anstoß dazu gegeben. In dieser multimedialen Lichtprojektion lag der Ursprung der Idee. Zwei Hochschullehrer, Werner Glas vom Fachbereich Bauen und Gestalten und Matthias Pfaff, Studiengangleitung für Virtual Design, waren damals, und sind auch jetzt, mit in der Planungsrunde. Ich fragte Matthias Pfaff, ob er sich so etwas auch für die gesamte Altstadt von Otterberg vorstellen könne. Er meinte, das sei nicht nur finanziell, sondern überhaupt ein Riesenprojekt. Aber er hatte von dem Tourismuswettbewerb des Landes gehört. Daraufhin begann ich, mich weiter damit zu beschäftigen und Informationen zu sammeln.

 

Wie hoch ist die Fördersumme, die in dem Wettbewerb ausgeschrieben ist?

Jeder ausgewählte Wettbewerber kann eine Zuwendung von bis zu 150.000 Euro mit einem Eigenanteil von zehn Prozent für die nachhaltige Umsetzung seines Beitrages erhalten. Das ist ein riesiger Batzen. Ich habe dann Harald Westrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, die Idee unterbreitet. Bei einem gemeinsamen Treffen meinte er, er würde sich zutrauen, das Projekt umzusetzen.

 

Wie soll die technische Umsetzung aussehen?

Wir wussten, dass wir eine Firma brauchen, die den Mut und das Know-how hat mit einzusteigen. Die Softwareentwicklerfirma ZReality, eine Ausgründung der Hochschule Kaiserslautern, beschäftigt sich mit diesen VR-Brillen.

 

Welche Chancen rechnen Sie sich in dem Wettbewerb aus?

Ich glaube, dass wir gute Chancen haben. Gefördert werden acht Kommunen aus dem Verbandsgemeindebereich und zwei Städte mit über 30.000 Einwohnern. Die Bewerbungsphase war im November zu Ende. Die Entscheidung soll in den nächsten Wochen verkündet werden.

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