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Kirchheimbolanden

Kirchheimbolanden: Max Mutzke kommt zum 650.

Von Sebastian Stollhof

Kommt auch zum 650. Geburtstag der Stadt Kirchheimbolanden in die Kleine Residenz: Max Mutzke.

Kommt auch zum 650. Geburtstag der Stadt Kirchheimbolanden in die Kleine Residenz: Max Mutzke. ( Foto: dpa)

Sänger tritt bei einem gemeinsamen Fest von Zoar und Lebenshilfe auf. Das Programm ist mit 20 Punkten breit gefächert. Einen Umzug gibt es nicht.

„Ich wurde auch schon dafür kritisiert, dass es keinen Umzug gibt. 1968 zum 600. Jubiläum wäre das doch so schön gewesen“, sagte Klaus Hartmüller am Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt – und schob dann nach: „Das kann ich bestätigen, da bin ich mit der TVK-Judoabteilung als Römer mitmarschiert.“ Mittlerweile gebe es aber bei der Bierwoche schöne Umzüge. „Da kann doch im Jubiläumsjahr einer unterbleiben“, so der Stadtbürgermeister.

"Viel Neues, viel Einmaliges"

Dieser dankte am Sonntag nicht nur der Arbeitsgruppe, die sich viele Ideen für den Geburtstag gemacht hatte, sondern auch den ehrenamtlich Tätigen, die an dem Jubiläum mitwirken, Sandra Werner im Rathaus, bei der die Fäden für die Erstellung des Programms zusammenliefen, und Timo Holstein vom Presse- und Veranstaltungsbüro der Stadt, der das Festwochenende organisiert. „Wir machen viel, viel Neues, viel Einmaliges“, sagte Hartmüller.

Und auch Überraschendes. War bereits bekannt, dass mit Max Giesinger eine echte musikalische Größe aus dem Popbereich im August in die Kleine Residenz kommt, ist das Gastspiel des zweiten Max vielen noch nicht bekannt gewesen. Am 5. Juli kommt Sänger und Songwriter Max Mutzke in die Kleine Residenz. An diesem Tag veranstalten das Evangelische Diakoniewerk Zoar und die Lebenshilfe Westpfalz im Schlosshof vor der Seniorenresidenz gemeinsam einen „Schlossplatz-Zauber“, ein Fest mit zahlreichen Mitmach-Aktionen. Der krönende Abschluss wird um 18 Uhr ein Konzert von Mutzke bei freiem Eintritt sein.

Vielseitiges Programm

Mutzke feierte seien Durchbruch im Jahr 2004 bei Entertainer Stefan Raab. In dessen Casting-Show „Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“ belegte der Sänger den ersten Platz und landete im gleichen Jahr beim Eurovision Song Contest auf dem achten Rang. Der 36-Jährige ist längst eine feste Größe in der deutschen Musiklandschaft, vor allem auch wegen seiner großen Vielseitigkeit.

Vielseitig, das ist auch das Programm zum Stadtjubiläum. Da ist natürlich das große Festwochenende vom 24. bis 26. August mit Max-Giesinger- und Opern-Open-Air sowie Familienfest. Da sind aber auch zahlreiche weitere, sehr interessante Veranstaltungen. „Ich finde es beispielsweise ganz toll, dass sich das Nordpfalzgymnasium gleich zwei Mal mit einbringt“, sagt Hartmüller im Gespräch mit der RHEINPFALZ. So gibt es am 1. und 2. Februar vom Theater-Ensemble einen heiteren Abend unter dem Titel „Rapunzel – Unveröffentlichtes – Tatsächliches – Hanebüchenes“, und am 18. und 19. Oktober führt das Ensemble den Komödien-Evergreen „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby auf.

Bildhauer-Symposium zum Jubiläum

Und wenn wir gerade bei Schauspiel sind: Interessant dürfte sicher auch sein, was die Stadt und der Verein Heimatmuseum am 16. Juni auf dem Platz am Grauen Turm vorhaben. Die Living-History-Gruppe „Interessengemeinschaft Menschen im Mittelalter“ aus Mühlheim wird das Leben im 14. Jahrhundert darstellen, verschiedene Gruppen aus Kirchheimbolanden und Schulen sollen sich einbringen, wie Michael Juppe vom Verein Heimatmuseum berichtet. Auch sollen Szenen aus verschiedenen Jahrhunderten zu sehen sein.

An diesem Tag wird auch ein Bildhauersymposium auf dem Platz vor der Orangerie enden. Das startet am 4. Juni unter Federführung des Donnersberger Kunstvereins um die Vorsitzenden Uli Lamp und Reinhard Geller. Sechs Bildhauer werden sich auf das Ereignis 650 Jahre Stadtrechte einlassen und aus verschiedenen Materialien Skulpturen erarbeiten. „Ich bin schon gespannt, was da entstehen wird“, sagt Hartmüller.

Weitere musikalische Leckerbissen warten beim Jubiläumskonzert am 24. Februar von Nordpfälzer Oratorienchor, Kammerphilharmonie Europa und Solisten unter Leitung von Stefan Wasser, dem Konzert der Bezirkskantorei Kirchheimbolanden-Winnweiler, des Collegium Musicum Ludwigshafen und Solisten unter der Regie von Bezirkskantor Martin Reitzig am 3. Oktober oder dem Festkonzert mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester am 10. November.

Briefmarken und Jubiläumswein

Apropos Leckerbissen: Diese gibt es sicherlich auch bei einer kulinarischen Meile am 2. und 3. Juni in der Schlossstraße oder dem Oldtimerfest mit Kelten-Klassik am 10. Juni.

Und dann ist da noch der offizielle Festakt am 17. März, bei dem Historiker Klaus Kremb den zweiten Band seiner Buchreihe vorstellen wird. „Zwölf Kapitel, ein Querschnitt aus der Stadtgeschichte“, berichtet der Autor. Klaus Kremb organisiert zudem am 27. Oktober eine historische Weinprobe mit Weinen aus Ländern, in denen Karl IV. gewirkt hat.

Neben einem Jubiläumswein (wir berichteten am Montag) gibt es auch ein Heft mit vier Briefmarken zum Stadtjubiläum, wie Michael Juppe erzählt. Erhältlich ist dieses im Museum im Stadtpalais, bei Familie Hellriegel und Familie Juppe.

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