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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Donnersbergkreis

„Eine tolle Gemeinschaft“

FINKENBACH-GERSWEILER: Neujahrsempfang der Gemeinde

Von Arno Mohr

Der siebenjährige Jonah, Sohn von Bezirksschornsteinfeger Oliver Gläßge, verteilte gute Wünsche und ein kleines Schoko-Geschenk an alle Gäste.

Der siebenjährige Jonah, Sohn von Bezirksschornsteinfeger Oliver Gläßge, verteilte gute Wünsche und ein kleines Schoko-Geschenk an alle Gäste. ( Foto: MOHR)

Auf eine intakte und lebendige Dorfgemeinschaft verwies Ortsbürgermeister Roland Peukert beim Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus und zählte zahlreiche ehrenamtliche Initiativen in der Gemeinde auf. Zum 15. Mal sei beispielsweise der begehbare Adventskalender mit großem Zuspruch organisiert worden. Peukert nannte auch neue Initiativen wie die Bastelnachmittage für Kinder.

Viele gemeindliche Aufgaben seien nur umsetzbar, wenn es dafür Unterstützer gebe, sagte der Ortschef. Und bis dato könne er darauf zählen, dass immer wieder Menschen sich freiwillig für die Gemeinde und die Gemeinschaft engagierten. Viele Mitbürger machten mit ihren Initiativen das Leben in Finkenbach-Gersweiler lebenswerter. So wurden Wildessen, Kinderfasnacht, Hexennacht, Maiwanderung, Dorffest, die Kerwe, das Weideabtriebsfest der Familie Becker wie auch ein Martinsumzug veranstaltet. Auch sei der Dorfspielwagen von den Kleinsten gut angenommen worden.

Auch die Kirchengemeinde habe mehrere Veranstaltungen wie Konzerte oder die sogenannten Küchengespräche initiiert. Als weitere Besonderheit listete der Ortsbürgermeister das neu geschaffene Denkmal zur Erinnerung an Max Handel in der Lindenstraße auf, das immer wieder mal Ziel von interessierten Besuchern sei. Peukert dankte Thomas Henrich für die Verwirklichung dieses Denkmals. Dank sagte er auch dem Sportverein, vor allem den Mitgliedern, die sich bei der aufwendigen Pflege des Rasenplatzes einbringen. Auch der „Rokland-Trail“ anlässlich der Kerwe habe viele auswärtigen Sportler in die Gemeinde gebracht. Nur selten werde ein Rennen in so familiärer Atmosphäre absolviert.

Stolz sei er auch auf den Gesangverein, der ein Kulturträger ersten Ranges sei. Absolut Verlass sei zudem auf die Freiwillige Feuerwehr, die immer größer werde. Erfreulicherweise gebe es hier keine Nachwuchsprobleme bei 19 Jugendlichen, die aktuell in der Jugendfeuerwehr aktiv seien. In diesem Jahr wird die Feuerwehr auch wieder das Kreisjugendzeltlager der Feuerwehren an Fronleichnam organisieren. Bis zu 250 Jugendliche werden dabei erwartet.

Lob gab es für die Dorfjugend, die sich bei der Kerwe einbringe. Mehr als 90 Helfer seien im Einsatz gewesen. Seit knapp zwei Jahren gebe es auch einen „Seniorentrupp“ in der Gemeinde, der eine enorme Hilfsbereitschaft zeige. Dank der Erfahrung der Senioren, ihrem Wissen aus vielen Fachrichtungen und ihrer Einsatzbereitschaft habe die Gemeinde schon viel Geld sparen können.

Peukert vergaß auch nicht, einige Frauen zu nennen, die sich um die Blumenpflege im Ort kümmern. Zuletzt galt ein Dankeschön den Mitgliedern des Gemeinderates sowie der eigenen Familie.

Bereits fertiggestellt worden seien die beiden beim Hochwasser zerstörten Brücken an der Bergmühle und in der Hohlstraße, wofür die Gemeinde mehrere Hunderttausend Euro aufwenden musste. Das Land hat beide Brückenprojekte bezuschusst. 2019 soll der Spielplatz fertiggestellt werden. Nestschaukel und Bodentrampolin seien bereits die absoluten Favoriten bei den Kindern. Eine Seilbahn stehe noch auf der Wunschliste und sollte nach Möglichkeit verwirklicht werden, so Peukert.

Pfarrer Andreas Echternkamp stellte sein Grußwort unter die Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“. Sicherlich gehörten Konflikte zum Leben dazu, allerdings sollte versucht werden, diese mit friedlichen Mitteln zu lösen. Hass sei dabei fehl am Platz.

An Vorhaben nannte Echternkamp die schrittweise Erneuerung des Pfarrhauses. In Gemeinschaftsarbeit sei eine Küche installiert worden, und die „Küchengespräche“ würden ja schon eine Zeit lang gut angenommen. In der Planung seien ein Open-Air-Gottesdienst mit der Jugendfeuerwehr sowie Filmabende. Ab 23. Januar werde mittels Referenten die komplette Bibel durchgearbeitet. Der Kindertreff, der dank Ramona Brand aus Sitters stattfinde, werde künftig in Schiersfeld für die gesamte Kirchengemeinde organisiert.

VG-Beauftragte Tanja Gaß lobte die Gastfreundschaft und die „tolle Gemeinschaft“ in Finkenbach-Gersweiler. Auf die könne man ruhigen Gewissens stolz sein. Sie appellierte an die Bürger, sich bei den Kommunalwahlen einzubringen. VG-Wehrleiter Thilo Bernhard, zugleich Wehrführer der örtlichen Feuerwehr, listete die 15 Einsätze des vergangenen Jahres auf. Derzeit verfügt die Feuerwehr über 25 Aktive, davon wurden elf als Atemschutzgeräteträger ausgebildet. Dass man keine Nachwuchssorgen kenne, liege auch an der ausgezeichneten Arbeit von Jugendleiter Jens Fiscus und weiteren Personen, die neben der feuerwehrspezifischen Arbeit gerade im Jugendbereich auch viele Freizeitaktivitäten mit den Kindern organisieren.

Der siebenjährige „Glücksbringer- Schornsteinfeger“ Jonah Gläßge überreichte Schokolade an jeden Besucher und sprach die besten Wünsche für 2019 aus. Sophia Gläßge und Henriette Degenhardt mit ihren Flöten, begleitet von Sonja Degenhardt am Klavier, sorgten für einen gelungenen Auftakt des Empfangs.

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