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Donnerstag, 03. Januar 2019 Drucken

Kirchheimbolanden: Kultur Regional

Ein gutes Buch und Alternativen dazu

WOCHENENDTIPP: Neujahrskonzerte in Sippersfeld und Niedermoschel – Oder lieber ins Pfalztheater?

Oliver Burkia als Albert, Robin Meisner als Werther und Marie Scharf als Lotte in „Die Leiden des jungen Werther“.

Oliver Burkia als Albert, Robin Meisner als Werther und Marie Scharf als Lotte in „Die Leiden des jungen Werther“. ( Foto: Pfalztheater/Piecuch/frei)

Immer für musikalische Überraschungen gut: Roland und Bernhard Vanecek und in der Mitte Erwin Ditzner.

Immer für musikalische Überraschungen gut: Roland und Bernhard Vanecek und in der Mitte Erwin Ditzner. ( Foto: Nobi)

Noch hängen wir, wie man so sagt, zwischen den Jahren. Das alte ist, zumindest terminlich, nun abgehakt, das neue sammelt noch Kräfte für seine ersten Anläufe und will seine Konturen noch nicht zeigen – obwohl hinter den Kulissen natürlich schon längst dafür geplant, geprobt, konzipiert wurde und wird. Bei den Neujahrsempfängen, die in diesen Tagen beginnen und schon mal interessante Ziele sind, wird man sicher das eine oder andere dazu hören. Vorerst aber ist das Angebot aus dem Kulturregal noch mager für diejenigen, die draußen Anregung und Zerstreuung suchen. Ideale Zeit also, um sich in ein gutes Buch zu vergraben und es – wie das Neue Jahr selbst – ruhig angehen zu lassen.

Natürlich wird der Kulturhungrige auch in diesen Zeiten nicht gänzlich im Stich gelassen, auch wenn man den Blick etwas weiter schweifen lassen muss. Lohnen wird sich allemal das Neujahrskonzert des Kulturvereins Sippersfeld, der auch 2019 seinen Jahresauftakt in bestens bewährte Hände legt: Das „Ditzner Twintett“ wird am Samstag um 19 Uhr wieder sein ganz spezielles Feuerwerk abbrennen. Gemeinsam mit dem Namensgeber, dem Kult-Drummer Erwin Ditzner, kommen die Vanecek-„Twins“, Posaunist Bernhard und Tubist Roland Vanecek, in die Dorfgemeinschaftshalle. Und diese Namen stehen immer für zweierlei: Für außergewöhnliche Fähigkeiten an ihren Instrumenten und ebenso für eine augenzwinkernde und äußerst kurzweilige Art, diese Fähigkeiten umzusetzen. Vor wenigen Tagen waren sie in Schneckenhausen mit ihrem Programm zu Gast. „Der Schneckenhausener Festsaal tobte, heftiger Beifall für alle Beteiligten“, war danach in der RHEINPFALZ zu lesen. Und es sind noch ausreichend Eintrittskarten auch an der Abendkasse erhältlich, wie der Kulturverein Sippersfeld gestern gemeldet hat.

Auch am nördlichen Ende des Donnersbergkreises wird das Neue Jahr musikalisch begrüßt. In die evangelische Kirche Niedermoschel kommen am 6. Januar Norma Lukoschek (Flöten) und Hans-Roland Schneider (Gitarre) mit ihren Instrumenten und werden mit Musik von Bach bis zu modernen Arrangements und südamerikanischen Tangos angekündigt. Die Bad Kreuznacherin Norma Lukoschek war schon häufiger in der Niedermoscheler Kirche oder in Alsenz in der Synaogoge als Musikerin zu erleben bei Konzerten mit ihrem Ensemble „Kyra 4“, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Schneider ist seinerseits als Gitarrist in verschiedenen Ensembles aktiv, spielt zudem Orgel und ist als Lehrer für Klassische Gitarre an der Musikschule Bingen tätig. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

Vielleicht aber steht der Sinn nach Theater? Nach einer Wiederbegegnung gar mit einem Klassiker? In Kaiserslautern könnte man sich auf Goethes Spuren begeben, zu seinem großen literarischen Durchbruch: „Die Leiden des jungen Werthers“ laufen am Sonntag, 18.30 Uhr, nochmal im Pfalztheater auf der Werkstattbühne – das große, über die Jahrhunderte hinweg noch brennende Liebesdrama, von Jan Bosse und Andrea Koschwitz für die Bühne bearbeitet und zeitgemäß umgesetzt. „Am Ende gelingt der Inszenierung nichts weniger als eine spannende Geschichte neu zu erzählen und die große Liebestragödie damit in unsere Tage hinüberzuretten. Insofern also eine Cross-over-Erfahrung – fürs jüngere wie fürs ältere Publikum geeignet. Prädikat: empfehlenswert“, befand die RHEINPFALZ in Kaiserslautern zur Premiere im September.

Sich in ein gutes Buch vergraben kann man dann ja immer noch... | Thomas Behnke

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