Kaiserslautern Zwei Jubiläumsfische haben ihren Platz gefunden

Einer der Jubiläumsfische, die von Graffiti-Künstler Daniel Ferino gestaltet wurden, ziert den Platz vor der Tourist Information
Einer der Jubiläumsfische, die von Graffiti-Künstler Daniel Ferino gestaltet wurden, ziert den Platz vor der Tourist Information.

Sie sind modern und stylish: Keine alten Fische – sondern frischer Glanz für den 750. Stadtgeburtstag. Am Mittwoch präsentierte die Stadt zwei Jubiläumsfische.

Aufgestellt wurden die Fische an der Tourist Information und im Foyer des Kaiserslauterer Rathauses. Mit der Präsentation der bunten Fische knüpfe die Stadt im Zuge des 750. Stadtjubiläums nicht nur an eine frühere Kunstaktion an, sondern setze zugleich ein starkes Zeichen für gemeinschaftliches Engagement, hieß es bei der offiziellen Vorstellung. Oberbürgermeisterin Beate Kimmel würdigte die Bedeutung der farbenfrohen Fischskulpturen, die seit 2001 im Rahmen der Aktion „Fishing for Fantasy“ das Stadtbild prägen. Die Neuauflage verbinde Vergangenheit und Gegenwart und zeige, wie kreativ und offen sich Kaiserslautern präsentiere. Besonders hob sie das Engagement der Beteiligten hervor – und richtete ihren Dank auch an Yvonne Veek aus dem Orga-Team des Stadtjubiläums, die sie augenzwinkernd als „Herrin der Fische“ bezeichnete.

Der zweite Jubiläumsfisch wurde der Öffentlichkeit im Rathaus-Foyer präsentiert.
Der zweite Jubiläumsfisch wurde der Öffentlichkeit im Rathaus-Foyer präsentiert.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts lag in den Händen von Schülern der Berufsbildenden Schule (BBS I Technik). Drei Klassen hatten die vorhandenen Skulpturen in aufwendiger Arbeit gereinigt, geschliffen und grundiert. Die bis zu mehrere Meter großen Glasfaserfiguren stellten dabei hohe Anforderungen an Sorgfalt und handwerkliches Können. Die Arbeit der Jugendlichen wurde vor Ort ausdrücklich gewürdigt, nicht zuletzt, weil sie eindrucksvoll zeige, welches Potenzial in den Jugendlichen steckt, wenn ihnen Verantwortung übertragen wird. Den künstlerischen Neuanstrich – in diesem Fall in Schwarz und Orange – übernahm der Graffiti-Künstler Daniel Ferino. Für die bauliche Umsetzung und die sichere Aufstellung der Fische war das Tiefbaureferat unter Leitung von Sebastian Staab verantwortlich.

Sieben Siegerentwürfe stehen fest

Insgesamt werden zum Jubiläum zehn Fischskulpturen restauriert und neu gestaltet. Während zwei das spezielle Jubiläumsdesign tragen, werden weitere sieben auf Grundlage von Bürgerideen umgestaltet. 73 Entwürfe wurden dafür eingereicht. Inzwischen steht auch fest, welche umgesetzt werden. Knapp 1000 Menschen haben sich laut Stadtverwaltung an der Abstimmung auf der städtischen Mitmachplattform klmitwirkung.de beteiligt. Je sieben Stimmen durfte dort jeder Teilnehmer verteilen. Klarer Sieger ist der von Schülern der BBS I eingereichte Fisch-Entwurf. Auf ihn entfielen 894 Stimmen – 400 Stimmen mehr als auf den Fisch des Kulturwerks Pfaff, der auf Platz zwei gelandet ist. Auf den Plätzen drei und vier folgen der GDELS-Fischentwurf (486 Stimmen) des gleichnamigen Unternehmens und der Pride-Fisch (427), den die Organisationsgruppe des CSD eingereicht hatte. Platz fünf erreichte der Regenbogenfisch (346), Platz sechs der Entwurf „Traumriff“ der Geschwister-Scholl-Grundschule (340). Auf den siebten Platz schaffte es der Betzi-Fisch im FCK-Design mit 300 Stimmen.

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Die sieben Entwürfe werden von ihren Ideengebern nun an der BBS I auf die sieben Rohlinge übertragen. Die neu gestalteten Fische werden dann im Sommer an den Stadteingängen an der Pariser und Mainzer Straße aufgestellt.

Die große Resonanz aus der Bevölkerung zeige, wie stark die Identifikation mit der Aktion sei: Zahlreiche Vorschläge aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen seien eingegangen und spiegelten die Vielfalt der Stadt wider, hieß es bei der Präsentation der städtischen Jubiläumsfische. So sei deutlich geworden, dass es bei dem Projekt um mehr gehe als um dekorative Elemente im Stadtbild. Das Gemeinschaftsprojekt verbinde Stadtgeschichte, bürgerschaftliches Engagement mit der Förderung junger Menschen.

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