Kaiserslautern Wintermarkt des Kulturwerks Pfaff kommt gut an
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: krankheitsbedingte Absagen von Ausstellern, sodass der Markt mit fünf Vertretern deutlich kleiner ausfällt als geplant. Die rund 1250 Gäste sind an diesem Samstag dennoch in bester Stimmung – ob vor oder hinter den Auslagen, ob in den Warteschlangen für warme Speisen oder am Glühweinausschank. Ausgestellte Malerei, Fotografie, Handarbeiten, bedruckte Shirts und filigraner Schmuck finden reichlich Interessenten. Es gibt so manche Fachsimpelei, während der Plätzchenstand mit weihnachtlichen Leckereien lockt.
Laissez-faire-Ambiente verbreiten Menschen in Stuhlkreisen rund um lodernde Feuerstellen. Sie wärmen sich auf, plaudern und lachen miteinander und bedienen sich am vorbereiteten Stockbrot, um es an langen Stöcken über dem offenen Feuer zu backen. Dazu erklingt Musik – mal aus der Konserve, mal live vom siebenköpfigen Kolping Blasorchester aus Erfenbach. Das Thermometer zeigt Null Grad. Noch spielen die Musiker Horn und Trompete. Als die Sonne untergeht, zeigt der Hornist auf die Ventile seines Instruments. Bei Minusgraden ist dann Schluss. Nun legen zwei DJs bis tief in die Nacht Musik auf.
Gut vorbereitet
Für die Initiatoren des Kulturwerks Pfaff begann der Wintermarkt mit dem Aufstellen der Stände bereits am Freitag und ging am frühen Samstagvormittag weiter. Angesagt war etwa das Schnitzen der Stöcke und Zubereiten des Brotteigs. Oder auch das Schmücken einer Tanne mit historischem Weihnachtsschmuck – ein Erbe der Großeltern von Sarah Henrich. Sie gehört dem vierköpfigen Vorstand des Kulturwerks Pfaff an und erzählt, dass solch ein Markt nur mit dem Netzwerk helfender Hände und ehrenamtlichem Engagement möglich sei. Ihr Bruder, ein Förster, lieferte die langen Holzscheite für die Lagerfeuer. Nur auftretende Künstler werden bezahlt. Aus Prinzip. Schließlich ist das Ansinnen der freien Kulturszene, Kultur in jeder Form zu fördern – gezielt als Teil des neu entstehenden Stadtviertels Pfaffgelände. Das Motto lautet „Kultur in die Kantine“.