Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wildtierkadaver am Straßenrand melden

Bleibt nach einem Wildunfall ein totes Tier zurück, muss es entsorgt werden. Bürger können solche Funde melden.
Bleibt nach einem Wildunfall ein totes Tier zurück, muss es entsorgt werden. Bürger können solche Funde melden.

An der B270 von Otterbach nach Siegelbach wurden kürzlich mehrere wochenlang liegende Tierkadaver gemeldet. Muss ich als Beobachter etwas tun? Die RHEINPFALZ hat nachgefragt.

Eigentlich kümmert sich der Landesbetrieb Mobilität (LBM) um das Abholen und die fachgerechte Verwertung toter Wildtiere auf der Straße, informiert deren Pressestelle. Bei einem Wildunfall hingegen gelte es aber natürlich zunächst, die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu verständigen, betont der Sprecher.

Die Beseitigung von Wildtierkadavern auf der Straße „fällt zunächst in die Zuständigkeit des Straßenbaulastträgers beziehungsweise der Straßenbauverwaltung“. Die toten Tiere würden nach den Worten des Pressesprechers entweder im Rahmen der regelmäßigen Streckenkontrollen durch die Streckenwarte der Straßenmeisterei entdeckt oder von der Polizei sowie von Verkehrsteilnehmern gemeldet.

Meldung beim LBM oder der Straßenmeisterei

Die Bürger können Tierkadaver am Straßenrand auch direkt bei der regionalen Dienststelle des LBM per Mail melden (lbm@lbm-kaiserslautern.rlp.de.). Diese informiere dann die zuständige Straßenmeisterei, teilt der LBM-Sprecher mit.

Alternativ könne auch direkt eine Meldung bei der zuständigen Straßenmeisterei erfolgen, fügt der Behördenvertreter an. Nach der Meldung der Tierkadaver sichert der Streckenwart den Standort je nach Erfordernis ab und kennzeichnet die Fundstelle. „Noch am gleichen Tag erfolgt die Meldung durch die Straßenmeisterei an den ZTN Südwest (Zweckverband tierische Nebenprodukte Südwest)“, betont der Pressesprecher. In der Regel erfolge die Abholung innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Der „ZTN Südwest“ habe Anfang März ein Onlineportal zur Meldung der Tierkadaver eingeführt. In der Umstellungszeit waren daher Meldungen der Straßenmeisterei untergegangen, so die Mitteilung des LBM Kaiserslautern. Hiervon waren auch die Tierkadaver entlang der B270 bei Otterbach betroffen. Diese Tiere seien jedoch mittlerweile abgeholt worden.

Jetzt länderübergreifender Zweckverband

Mit verantwortlich für die verzögerte Beseitigung der Wildtierkadaver an der B270 in der vergangenen Wochen ist wohl auch die organisatorische Neugestaltung der Zuständigkeiten. Nach den Worten des Pressesprechers des LBM Kaiserslautern ist der Zweckverband Tierische Nebenprodukte Rheinland-Pfalz/Saarland seit dem 1. Januar 2026 für die Abholung und Entsorgung der Falltiere und die tierischen Nebenprodukte in Rheinland-Pfalz und im Saarland verantwortlich. Er habe diese Aufgabe gleichzeitig mit seinem Beitritt zum „Zweckverband Tierische Nebenprodukte Südwest“ – der auch für Baden-Württemberg zuständig ist – auch diesem übertragen.

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