Betze-Geflüster RHEINPFALZ Plus Artikel Wenn der FCK auf Paderborn trifft, weckt das bei Bischof Karl-Heinz Wiesemann Erinnerungen

Am Tag der Bischofsweihe von Karl-Heinz Wiesemann, am 2. März 2008, trat der FCK beim SC Paderborn an. Für den FCK verteidigte d
Am Tag der Bischofsweihe von Karl-Heinz Wiesemann, am 2. März 2008, trat der FCK beim SC Paderborn an. Für den FCK verteidigte damals Moussa Ouattara (links) gegen Paderborns Rene Mueller. Das Spiel endete 0:0.

Am Samstag trifft der FCK im Fritz-Walter-Stadion auf den SC Paderborn. Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat eine besondere Beziehung zur Begegnung der beiden Vereine.

Volljährig ist der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Jahrgang 1960, schon seit einigen Tagen. Zweifellos. In wenigen Tagen, genauer gesagt am 2. März, erreicht auch die Amtszeit Wiesemanns die 18-Jahre-Marke. Der 2. März fällt dieses Jahr auf einen Montag, der 2. März 2008, der Tag von Wiesemanns feierlicher Amtseinführung im Dom zu Speyer, war ein Sonntag. Die Verbindung zum anstehenden Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn (Anstoß am Samstag, 13 Uhr) ist nicht sofort für jedermann zu erkennen, für Bischof Wiesemann liegt sie aber auf der Hand. „An dem Wochenende, genau am Tag meiner Amtseinführung als Bischof von Speyer vor 18 Jahren, hat der FCK auch gegen Paderborn gespielt“, erinnert sich der Bischof.

Und sein Gedächtnis trügt ihn nicht. Der FCK war an dem besagten Sonntag in Paderborn beim SC zu Gast, erkämpfte sich beim damaligen 0:0 einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit. Ans genaue Ergebnis kann sich Wiesemann nicht mehr erinnern, wohl aber daran, dass der FCK damals in Ostwestfalen keinen Sieg errang.

Für welchen Verein schlägt das Herz von Bischof Wiesemann?

Paderborn? Wiesemann? Da war doch was. Richtig. Wiesemann war vor seiner Zeit als Bischof in Speyer im Erzbistum Paderborn tätig, ist auch nicht allzu weit der Stadt geboren (in Herford) und aufgewachsen (in Enger). Das schafft eine Verbindung.

Schlagen am Wochenende nun zwei Herzen in seiner Brust? Das für den SC Paderborn, den Verein aus seiner alten Heimat? Oder doch für den FCK? Wiesemann muss nicht lange überlegen. In seinen 18 Jahren als Bischof von Speyer sei er „Pfälzer geworden“: „Mein Herz schlägt für den FCK und ich hoffe, dass wir den Sieg am Samstag nach Hause tragen.“ Das täte nicht nur der Fan-Seele des Bischofs gut, sondern auch allgemein der Zweiten Liga. „Es ist doch schön, wenn der FCK weiter gut mitspielt in der Liga.“ Möglichst lange sollte sich die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht oben halten. Redet der Bischof gar von Aufstieg? „Mal sehen“, gibt sich Wiesemann diplomatisch.

Seine Verbundenheit zum pfälzischen Herzensverein kommt nicht von ungefähr. Wiesemann ist sogar FCK-Mitglied. „Ich bin eingetreten, als es dem Verein nicht so gut ging“, berichtet der promovierte Theologe der RHEINPFALZ am Telefon. Leider könne er den FCK nicht so oft im Stadion unterstützen, wie er das gerne möchte. Die Spiele finden überwiegend am Wochenende statt, was natürlich auch mit Arbeitszeiten für einen Bischof zusammenfällt, Stichwort Gottesdienste. „Es ist sehr schwierig, das unter einen Hut zu bekommen. Aber ich verfolge natürlich die Spiele.“ Fußball habe ein integratives Element, verbinde die Menschen, findet der Bischof. „Und wenn fair gespielt wird, dann steht das Spiel auch für Werte wie Achtung und einen verantwortungsvollen Umgang miteinander.“

Wiesemann: Zweite Liga ist spannender als die Bundesliga

Generell hat es Bischof Wiesemann die Zweite Liga angetan. Die findet er spannender als die Bundesliga. „Die Clubs sind näher bei einander, es spielen großartige Vereine in der Liga, ein sehr spannender Ort.“ Auch wenn er zu Spielzeiten der Zweiten Liga oftmals mit anderen, wichtigen Dingen beschäftigt sei, verfolge er die Spiele doch aufmerksam, linse dann in kurzen Pausen auch mal aufs Handy und checke die Ergebnisse – allen voran die vom FCK.

Im Fritz-Walter-Stadion möchte er demnächst mal wieder ein Spiel des FCK anschauen. „Wenn es terminlich passt“, sagt Wiesemann. Ach ja: Relegationsspiele fallen immer mal wieder auf Wochentage. Dieses Jahr sind die Termine allerdings rund um Pfingsten – was es für einen hohen kirchlichen Würdenträger wie Bischof Wiesemann wieder schwierig macht ...

Unser Autor

Andreas Sebald ist Fan der Roten Teufel und besucht seit den Tagen, als Trainer Sepp Stabel im Frühjahr 1988 den FCK vorm Abstieg in die Zweite Liga bewahrte, regelmäßig Spiele im Fritz-Walter-Stadion.

Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, ist Mitglied beim 1. FC Kaiserslautern.
Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, ist Mitglied beim 1. FC Kaiserslautern.

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