Kaiserslautern Weniger Jazz, mehr Vielfalt

Es ist wieder soweit: Am Donnerstagabend beginnt der „Musiksommer am Bremerhof“. Ja, richtig gelesen: Die seit ihrer Einführung im Jahr 2005 „Bremerhöfer Jazzsommer“ genannte Konzertreihe heißt jetzt allgemeiner „Musiksommer“. Die sich darin widerspiegelnde breite stilistische Vielfalt trifft besonders für die nun beginnende aktuelle Saison zu.

Los geht es also am Donnerstag mit einem mittleren Paukenschlag: Die seit Jahrzehnten bekannte, erfolgreiche und ziemlich weit in der Welt herumgekommene Gruppe Farfarello mit dem „Teufelsgeiger“ Mani Neumann und dem als einer der besten Gitarristen Europas geltenden Ulli Brand (an diesem Abend ist dann noch Bassist Urs Fuchs dabei) spielen eine ungewöhnliche Musik, die (unter anderem) osteuropäische Folklore, Jazz, Rock und Klassik miteinander verbindet. Eine Woche später (4. Juni) präsentieren dann Lisa Mosinski (Gesang, Ukulele) und Dieter Geisinger (Gitarre, Gesang) einen von viel künstlerischem Herzblut gehaltenen Spagat zwischen mehreren Stilistiken, was zu einer Reihe von originell interpretierten Titeln führen wird. Der dazu passende Name des Projekts: Lisa Mosinski & „Herzspagat“. Einen Höhepunkt der Veranstaltungsreihe markiert dann am 11. Juni der Auftritt der sich vornehmlich mit knackigem Original-Rock’n’Roll beschäftigenden Band Krüger Rockt! Die Erfahrung der letzten Jahre (da war die Gruppe schon öfters zu Gast auf dem Bremerhof) zeigt, dass die Gruppe des Heidelberger Pianisten Harald Krüger viel Publikum anzieht und reichlich gute Stimmung verbreitet. Das wird diesmal kaum anders sein. Acht Tage danach (18. Juni) ist dann wieder extra-große stilistische Vielfalt angesagt, wenn die akustisch orientierte Gruppe Acoustic Soul mit einer sauber arrangierten Mischung aus Pop, Rock, Soul, Country und Jazz auf der Bühne steht. Mit von der Partie wird der Kaiserslauterer Bluesharp-Spezialist und Sänger Albert Koch sein. Eine leidenschaftliche „One-Woman-Show“ erwartet das Publikum am 25. Juni: Die junge Australierin Minnie Marks liefert dann eine starke musikalische Melange aus Blues, Rock und einigen anderen Stilen. Das erste Konzert im Juli (es ist der 2. des Monats) gibt dann die Band Katana. Die schon ziemlich bekannte Formation bietet mitreißend gespielte Covers aus einem breiten stilistischen Spektrum – bestens dazu geeignet, ordentlich die „Post abgehen“ zu lassen. Und weiter geht’s mit noch mehr stilistischer Bandbreite. Am 9. Juli spielt das heimische Trio Present Art Collection mit Helmut Engelhardt (Saxophon), Günter Frölich (Akkordeon) und Martin Haberer (Gitarre) Kompositionen aus vielen populären Genres bis hin zu Musette-Walzer und argentinischem Tango. Am 16. Juli dann wird es wieder einmal so richtig jazzig. Das Donati Swing Ensemble interpretiert an diesem vermutlich heißen Donnerstagabend dann ebenso heißen Gypsy-Jazz erster Güte. Wieder ganz auf eine Person zugeschnitten ist in der Woche darauf, am 23. Juli, das Konzert mit Uros „Perry“ Urich. Der slowenische Sänger und Pianist, der in seiner Heimat längst ein Star ist, überzeugt gleichermaßen mit seiner Stimme und an den Tasten in Sachen Soul, Jazz und Blues. Am letzten Donnerstag dieses Monats (30. Juli) führen die musikalischen Pfade mit dem Auftritt der Volker Klimmer Band wieder zurück in die Pfalz. Mit Lisa Mosinski im vokalen Vordergrund und kompetenten Musikern dahinter verspricht der Abend eine runde Sache zu werden. So richtig nostalgisch wird es im Biergarten des Bremerhofs dann in der Woche darauf (6. August) mit der Central Park Band. Das fähige Quintett spielt die alten Stücke von Simon & Garfunkel mit frischer Energie und viel Einfühlungsvermögen. Und noch einmal Musik für unterschiedliche Geschmäcker: Am 13. August präsentieren die Pfalztheater-Mitglieder Günter Werno am Keyboard und Randy Diamond mit seiner Stimme (mit weiterer personeller Unterstützung) eine bunte Auswahl an musikalischen Kabinettstückchen von rockig-poppigen Evergreens bis hin zu bekannten Musical-Nummern (und allerhand dazwischen). Es bleibt vielfältig. Als vorletztes Ensemble tritt am 20. August das Kaiserslauterer Sextett The Pub Rocks mit „Rock, Pop, Beat und Tralala“ (so das Programmheft) auf. Das Repertoire deckt dabei konkret den Zeitraum zwischen den 1950er und 80er Jahren ab. Den krönenden Abschluss des „Musiksommers am Bremerhof“ gestaltet dann am 27. August mit populären Titeln aus unterschiedlichen stilistischen Quellen das Duo Piano Soul Bar – das sind Sänger Andy Kuntz und Pianist Günter Werno – zusammen mit musikalischen Gästen. Infos —Alle 14 Konzerte finden bis Ende August jeweils donnerstags von 19 bis 22 Uhr statt. —Der Eintritt ist frei, jedoch wird während der Konzerte eine „Musiker-Kollekte“ erbeten. —Auch diesmal gibt es wieder einen Pendelbus-Dienst vom Parkplatz Bremerstraße zum Bremerhof und zurück. —Das aktuelle Programmheft gibt es unter anderem als PDF-Datei auf der Homepage des Bremerhofs (www.bremerhof-kl.de) sowie während der Konzerte.

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