Kaiserslautern
Vorletzter Einkaufstag 2020: Viel los, aber alle sehr diszipliniert
Eins vorweg: Die Stimmung in der Innenstadt am Montag um die Mittagszeit wirkte recht entspannt. Kein Hauen und Stechen, keine rücksichtslosen Marschierer, kein Gebrüll, ja noch nicht einmal sonderlich hektisch wirkte das Treiben. Sicherlich waren viele Menschen unterwegs, die hielten aber Abstand, liefen auch mal kleine Umwege, um sich nicht ins Gehege zu kommen, oder trugen gleich Masken. Die Anzahl der Dauer-Maskenträger, auch im Freien, hat in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Auch die Nasen-zur-Schau-Steller unter den Mund-Nase-Schutz-Nutzern hat augenscheinlich deutlich abgenommen.
Eine Disziplin wie wartende Briten
Auch beim Warten zeigten sich die Weihnachtseinkäufer am Montag recht diszipliniert. Es dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben, dass man nicht mehr ganz so leicht in jedes Geschäft hineingehen kann. Vorm Telefonladen Ecke Fackel- und Marktstraße standen ein halbes Dutzend Menschen brav in Reih’ und Glied an, wie man das ansonsten von wartenden Briten an der Bushaltestelle kennt. Alles ruhig, alles diszipliniert. Einzig vor dem Laden in der Fackelstraße, der mit Rabatten lockte und am Montag das letzte Mal geöffnet hatte, standen rund zwei Dutzend Menschen an. Aber auch da: alles ruhig. Gibt ja auch immer interessante Neuigkeiten auf dem Handy zu entdecken.
Aldi muss kurzzeitig schließen
In der Mall herrschte am Montag ebenfalls reger Betrieb. Aber selbst auf den Rolltreppen hielten die Menschen Abstand. Im Aldi im Untergeschoss gingen um die Mittagszeit auch mal kurz die Türen zu. Wenn eine bestimmte Obergrenze erreicht ist, darf zunächst niemand mehr hinein. Im Drogeriemarkt nebenan informiert ein Bildschirm über die aktuelle sowie die maximale Kundenanzahl. An der Obergrenze von 59 Kunden wurde demnach ständig gekratzt.
Viele Geschäfte verteilen Körbe
Andere Läden, nicht nur in der Mall, nutzten die Anzahl der ausgegebenen Einkaufskörbe, um über die Anzahl der Kunden auf dem Laufenden zu bleiben. Eine Praxis, die sich während der Corona-Pandemie eingespielt hat. Auch die Thalia-Filiale ging mit dieser Taktik ins Weihnachtsgeschäft. Auch dort herrschte am Montag am frühen Nachmittag viel Betrieb. Verstopfte Gänge? Chaos an den Kassen? Fehlanzeige.
Ikea-Parkplatz hat am Nachmittag viele Lücken
Szenenwechsel. In der Merkurstraße war am Montagnachmittag, gegen 15 Uhr, einiges los. Einen Parkplatz am Ende der Straße zu bekommen, rund um den Elektromarkt Saturn, war aber ohne weiteres möglich. Innen, vorm Eingang zum Spielzeughändler Smyths, bildete sich eine Schlange von rund 20 Leuten, in der wanderten die Wartenden aber gemäß dem Grundsatz „einer rein, wenn einer raus kommt“, rasch Richtung Eingang. Die Leute nahmen es hin. Was auch sonst: Wer will schon am Heiligabend mit leeren Händen dastehen?
Bereits am morgen, gegen 10 Uhr, hatte sich der Verkehr am Opelkreisel etwas gestaut, womöglich wollten viele noch schnell ins Ikea. Am Nachmittag zeigte sich die Lage auf dem Parkplatz des Möbelhauses recht entspannt. Laut Anzeige waren noch mehr als 500 Parkplätze zu haben.