Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Vielleicht das letzte Kapitel der FCK-U17 in Liga A

Ist am Wochenende für die U19 am Ball: Nichita Cucuruz.
Ist am Wochenende für die U19 am Ball: Nichita Cucuruz.

Am letzten Spieltag der Liga A wartet auf die B-Junioren des FCK noch einmal eine große Bühne. Die U17 spielt am Samstag (13 Uhr) beim FC Bayern München.

Trainer Maurizio De Vico weiß: Um überhaupt noch eine Tür zur nächsten Runde offenzuhalten, muss fast alles perfekt laufen.

Die Rechnung ist schnell erklärt und noch schneller als „schwer zu erfüllen“ erkannt. Kaiserslautern braucht in der Gruppe D der DFB-Nachwuchsliga in München einen Auswärtssieg mit vier Toren Unterschied. Parallel muss die TSG Hoffenheim ihr Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg gewinnen. Viel Konjunktiv, wenig Wahrscheinlichkeit. Dass der FCK diese Rechenaufgabe am letzten Spieltag überhaupt noch stellen darf, ist in dieser leistungsstarken Liga A ein Zeichen dafür, dass die FCK-Mannschaft über Monate auf Augenhöhe unterwegs war, auch wenn die Punkte nicht immer dazu passten.

Trainer Maurizio De Vico setzt vor dem Spiel nicht auf Durchhalteparolen, sondern auf Haltung. „Gegen Bayern München zu spielen, ist für uns alle immer ein Highlight“, sagt er. Und er will, dass seine Mannschaft den Gegner nicht nur verwaltet, sondern angreift.

Wie gegen Nürnberg

„Wir nehmen uns das Gleiche vor wie letzte Woche gegen Nürnberg und wollen genauso mutig und spielfreudig auftreten.“ Der Auftritt gegen Nürnberg, ein 4:3 im letzten Heimspiel, war dafür ein gutes Beispiel: Rückschläge weggesteckt, das Spiel wieder an sich gezogen, am Ende der erste Heimdreier in Liga A.

Dass Bayern München in dieser Liga eine andere Wucht mitbringt, weiß De Vico natürlich. Gerade weil das Hinspiel auf dem Fröhnerhof mit 1:3 verloren ging. Damals zeigte der FCK ordentliche Phasen, musste aber erleben, was diese Liga gnadenlos macht. Kleine Fehler werden sofort groß. Genau diese Lektion hat Kaiserslautern in der Hauptrunde mehrfach lernen müssen. Zu oft war die Leistung da, der Ertrag aber nicht.

Dennoch bleibt der Anspruch der Pfälzer klar. „Unser Ziel ist natürlich, das Spiel zu gewinnen und die drei Punkte zu holen“, sagt Maurizio De Vico. Gleichzeitig ordnet er die Ausgangslage ein, ohne sie künstlich aufzublasen. „Die Chance besteht, aber sie ist natürlich nicht besonders hoch.“ Für den FCK-Trainer zählt deshalb vor allem, dass die Mannschaft ihre Prinzipien durchzieht: „Für uns geht es in erster Linie darum, unsere Leistung auf den Platz zu bringen und das Spiel so offen wie möglich zu gestalten.“

Mutig, wach und konsequent

Offen heißt am Samstag in München, vor allem mutig zu sein, ohne naiv zu werden. Wach im Umschalten, sauber in den Abständen, konsequent in der eigenen Box. Wenn die B-Junioren des FCK lange im Spiel bleiben, wird es interessant. Wenn sie früh einem Rückstand hinterherlaufen, wird es brutal. Und wer gegen Bayern auf Ergebnisse mit vier Toren Unterschied schielt, muss ohnehin zuerst das Naheliegende liefern: ein Spiel, das in den Zweikämpfen hält, im Kopf stabil bleibt und vorne seine Momente nutzt.

Personell muss die U17 des 1. FC Kaiserslautern in München auf einen Offensivfaktor verzichten. „Personell sind alle an Bord bis auf Nichita Cucuruz, der bei der U19 dabei sein wird“, sagt De Vico. Dafür bekommen erneut Spieler aus dem jüngeren Jahrgang ihre Chance.

Die Ausgangslage macht es schwer, aber sie macht es auch klar. Kaiserslautern kann in München nichts „verlieren“, was nicht ohnehin schon fast verloren wäre. Was das Team gewinnen kann, ist ein starkes Finale. Einen Auftritt, der zur Saison passt, die zweifellos gut war, und der zeigt, dass diese Mannschaft in Liga A mehr ist als ein Tabellenplatz. Und vielleicht, wenn parallel in Hoffenheim etwas passiert und in München sehr viel gelingt, bleibt sogar noch ein kleines Fenster offen.

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