Kaiserslautern Ursula Düll zur CDU-Fraktionsvorsitzenden gewählt
Ursula Düll ist neue Fraktionsvorsitzende der CDU im Kaiserslauterer Stadtrat. Sie wurde am Dienstagabend einstimmig gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Michael Littig an, der am Dienstag erklärt hatte, aus privaten und beruflichen Gründen kürzertreten zu wollen. Die 57-Jährige ist stellvertretende Direktorin des Kaiserslauterer Amtsgerichts und sitzt seit dem Jahr 2019 im Stadtrat. Kommunalpolitisch engagiert hatte sie sich zuvor schon auf dem Lämmchesberg. Düll sagt auf Anfrage, sie empfinde es als sehr schön, die Zukunft ihrer Heimatstadt mitgestalten zu können. Als Fraktionschefin habe sie noch einmal ganz andere Einwirkungsmöglichkeiten, sei näher dran an den Themen, in den Fraktionsvorsitzendenrunden erhalte sie Infos aus erster Hand. Als drängend bewertete Düll die Neuordnung der Feuerwachen und den Neubau einer Rettungswache. Für beides fehle ein Gesamtkonzept, es müsse dringend ein Fahrplan erstellt werden. Dazu müssten aber zunächst Grundsatzdiskussionen geführt werden. Die Probleme des Westpfalz-Klinikums seien sehr komplex. Auch da müsse eine Lösung her. Als Stellvertreter von Düll wurden Marc Fuchs und Andreas Bernd gewählt, „zwei erfahrene Kollegen, die wissen, wie das politische Geschäft läuft“. Die CDU hat im Stadtrat 13 Sitze.
Littig bleibt Ratgeber und Unterstützer
Zum Rückzug Littigs, der im Stadtrat bleibt, sagte Düll, sie könne diesen Schritt nachvollziehen. „Er ist in der Bundespolitik und in seinem Beruf sehr eingespannt, deshalb ist seine Entscheidung folgerichtig.“ Als Ratgeber und Unterstützer bleibe Littig der Fraktion erhalten. Düll betonte, Littig habe für die CDU unheimlich viel erreicht. „Zwei Mitglieder im Stadtvorstand zu haben, davon hat niemand von uns zu träumen gewagt“, so Düll. Sie kündigte an, eine sachorientierte Politik machen zu wollen. Düll war zuletzt zusammen mit Manfred Schulz stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Schulz ist seit Anfang September Bürgermeister. Der 59-jährige Sparkassenbetriebswirt Rainer Knoll rückt für ihn nach.