Kaiserslautern Unterstützung für Internationale Schule zugesagt

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat gestern grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Ansiedlung einer Internationalen Schule in Kaiserslautern zu unterstützen.

Dreyer

stellte sich gestern in einem sogenannten Spitzengespräch im Fraunhofer-Zentrum Fragen des Vereins Zukunftsregion Westpfalz. Der Verein hatte bereits dazu auch die CDU-Herausfordererin Julia Klöckner als Gast (wir berichteten). Der Verein wollte vor der Landtagswahl ausloten, was er an Unterstützung von einer künftigen Landesregierung zu erwarten hat. Dreyer erklärte, die Unterstützung für eine Internationale Schule setze voraus, dass ein Schulträger da sei, der bereit sei, eine Internationale Schule in Kaiserslautern zu betreiben. „Es sind ein paar Rahmenbedingungen, die Schule in Rheinland-Pfalz ausmachen. Es gibt aber gar keinen Grund, an einem Standort wie Kaiserslautern nicht einen Weg zu gehen, eine Internationale Schule zu gründen“, sagte Dreyer. Das Wissenschafts- und Bildungsministerium sei bereit, mit einem potenziellen Schulträger unmittelbar in Kontakt zu treten. „Wir haben ein Privatschulgesetz, wir haben klare Regelungen, wie die Dinge in Rheinland-Pfalz laufen können. In Neustadt funktioniert eine Internationale Schule, warum nicht auch in Kaiserslautern?“, fragte Dreyer. Offen zeigte sich die Ministerpräsidentin auch für die Idee, die Internationale Schule als Ersatzschule anzuerkennen. Anerkannte Ersatzschule bedeutete indes, dass bestimmte Kriterien erfüllt werden müssten. Zum Beispiel müsste auch das deutsche Abitur an der Internationalen Schule gemacht werden können. Dreyer verwies darauf, dass die Internationale Schule in Neustadt da einen anderen Weg gehe. Der Betreiber der Neustadter Schule, die Schweizer Seelab AG, ist auch in Kaiserslautern als Träger für eine Internationale Schule im Gespräch. Zusammen mit der Zukunftsregion Westpfalz wurde bereits eine Bedarfsanalyse vorgenommen. Oberbürgermeister Klaus Weichel erklärte gestern in dem Spitzengespräch, dass der Neustadter Schulträger bereit sei, neben dem internationalen Baccalaureat in Kaiserslautern auch ein deutsches Abitur anzubieten. Grundsätzlich sagte Dreyer gestern auch eine finanzielle Unterstützung des Vereins Zukunftsregion Westpfalz durch das Land zu. Eine institutionelle Förderung in der Größenordnung von 300.000 Euro oder 400.000 Euro, die sich der Verein vorstellt, schloss sie indes aus. Hintergrund ist, dass die Förderung des Vereins durch die IHK der Pfalz mit 300.000 Euro jährlich dieses Jahr ausläuft, der Verein daher nach einer neuen Finanzierungsquelle sucht. Dreyer betonte, dass Wege der Unterstützung möglich seien. Sie verwies auf Gespräche, die der Verein derzeit mit dem Innenministerium führe. Das Land könne die Unterstützung aber nicht allein leisten, es brauche weitere Finanziers. Sie unterstrich den Stellenwert der Regionen für die Entwicklung des Landes. Dreyer erklärte auch, dass sich die IHK nicht so ohne Weiteres aus der Unterstützung des Vereins herausziehen könne. Sie sah die Kammer sogar in einer Verpflichtung, weiter zur Arbeit des Vereins Zukunftsregion Westpfalz beizutragen. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse und Schatzmeister des Vereins, Franz Link, betonte, dass sich die IHK nicht ganz aus der Finanzierung des Vereins zurückziehen werde, gleichwohl werde sie sich nicht mehr in der bisherigen Größenordnung engagieren. (rdz)

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