Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Unfallstatistik: Meist knallt es in den Dörfern und Städten

Auf westpfälzischen Straßen ereigneten sich laut Polizeistatistik 2023 mehr als 18.000 Unfälle.
Auf westpfälzischen Straßen ereigneten sich laut Polizeistatistik 2023 mehr als 18.000 Unfälle.

Bei etwa 40 Prozent der Verkehrsunfälle, die von der Polizei im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums Westpfalz aufgenommen wurden, waren entweder junge Autofahrer oder Senioren am Steuer beteiligt. Allerdings sind die Werte nur bedingt vergleichbar.

Die Polizei registrierte im Jahr 2023 insgesamt 18.208 Verkehrsunfälle auf westpfälzischen Straßen. Die Zuständigkeit des dazu gehörenden Polizeipräsidiums erstreckt sich auf die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Zweibrücken und Pirmasens sowie auf die Landkreise Kusel, Kaiserslautern und Südwestpfalz und Teile des Donnersbergkreises. Fast zwei Drittel der Unfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

Autofahrerinnen und Autofahrer die zwischen 18 und 24 Jahre alt sind, gelten bei der Polizei als „Junge Fahrende“. 2023 waren bei rund 3600 Unfällen Menschen aus dieser Alterskohorte beteiligt, was in etwa 20 Prozent der Gesamtanzahl entspricht. Im Vergleich zum Jahr 2019 – dem letzten Vor-Coronajahr, auf das die Polizei in ihrer Statistik oft Bezug nimmt – sind die Fälle rückläufig, um knapp zehn Prozent gingen sie zurück.

Bei rund 3600 Unfällen sind Beteiligte älter als 65 Jahre alt

Verkehrsteilnehmer, die älter als 65 Jahre alt sind, werden von der Polizei zu den Senioren gerechnet. An rund 3600 Unfällen waren im Jahr 2023 Menschen aus dieser Gruppe beteiligt, was ebenfalls rund 20 Prozent an der Gesamtanzahl der Unfälle im vergangenen Jahr entspricht – ähnlich der Anzahl der Unfälle, an denen Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren beteiligt waren. 2019 waren es knapp 100 Unfälle weniger gewesen, an denen ältere Autofahrer beteiligt waren. Allerdings weist die Polizei darauf hin, dass wesentlich mehr Menschen über 65 Jahren auf den Straßen unterwegs sind als junge Fahrer, was die Anteile an der Gesamtanzahl der Unfälle relativiert.

Im Jahr 2023 wurden 295 junge Verkehrsteilnehmer leicht und 26 schwer verletzt, ein junger Mensch starb auf den Straßen der Westpfalz. Die Anzahl der verunglückten älteren Menschen beziffert die Polizei mit 229 Personen, davon 173 Leicht- und 49 Schwerverletzte. Sieben ältere Menschen verunglückten tödlich.

Weniger Unfälle mit Kindern

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder verletzt werden, nimmt ab. Bei 138 Unfällen wurden 128 Kinder verletzt, zehn davon schwer. 2019 zählten die Beamten noch knapp 150 Unfälle. Auf dem Schulweg kamen im vergangenen Jahr sieben Kinder zu Schaden, ein Kind verletzte sich schwer.

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