Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel U19 des FCK findet im Achtelfinale keine Mittel gegen Cottbuser Bollwerk

 Kian Ramadani von der U19 des FCK (links) ) kommt hier nicht an den Cottbusern Morel Bakan Ghopo (Mitte) und Joel Awuah vorbei.
Kian Ramadani von der U19 des FCK (links) ) kommt hier nicht an den Cottbusern Morel Bakan Ghopo (Mitte) und Joel Awuah vorbei.

Die A-Junioren des FCK verpassen gegen Cottbus den Sprung unter die besten acht Teams Deutschlands. Am Ende bleibt vor allem eine Frage: „Was wäre gewesen, wenn?“

Rund neun Monate liegen hinter der FCK-U19. Neun Monate, in denen sich die A-Junioren mit zahlreichen starken Auftritten den Einzug in die K.o.-Phase der DFB-Nachwuchsliga mehr als verdienten. Dass die Reise nun mit dem 0:2 (0:1) gegen Energie Cottbus im Achtelfinale ein jähes Ende findet, ist bitter – vor allem, weil die Mannschaft stark dezimiert antreten musste. „Die U21 spielt um den Aufstieg, natürlich helfen wir aus, wenn die Spieler brauchen und über das Profidebüt von Ben Jungfleisch freuen wir uns sowieso. Dafür machen wir das schließlich“, stellt FCK-Trainer Eimen Baffoun klar.

Doch es bleibt die Frage: Was wäre gewesen, wenn Ben Jungfleisch, der am Samstag sein Profidebüt gegen Dynamo Dresden gab, noch im Kader der FCK-Junioren stehen würde? Was, wenn die FCK-U21 nicht ausgerechnet für jenen Samstag Unterstützung von der FCK-U19 angefordert hätte? Wenn Linus Tautenhahn und das Offensiv-Trio um Dzenan Resic, Mohamed Benslaiman und Kian Scheer für die U19 aufgelaufen wäre – oder gar für beide? Hätte sich der Cottbuser Abwehrriegel dann knacken lassen?

Tiefstehende Gäste

Tatsache ist: Der FCK-Elf fehlte es vor den 254 Zuschauern an einer zündenden Idee im Offensivspiel. Die neu in die Startelf gerückten Spieler machten ihre Sache keineswegs schlecht – doch der entscheidende Pass zum Torerfolg blieb gegen die reifen und erfahrenen Gäste aus. Weil Cottbus auf der Gegenseite tief stand und vor allem über ein schnelles Umschaltspiel gefährlich wurde, bot sich eine intensive, aber chancenarme Partie, geprägt von vielen Zweikämpfen. „Cottbus war ein unangenehmer Gegner und hat uns echt vor große Probleme gestellt“, so Baffoun.

Nach rund neun Minuten verhinderte FCK-Keeper Moritz Jung mit einem starken Reflex die erste gute Chance der Gäste auf der Linie. In der 31. Minute war er jedoch machtlos: Morel Ghopo zog von außen in den Strafraum und schloss knallhart ins lange Eck zur Gästeführung ab. Cottbus stand nun noch tiefer. Für die U19 des FCK war gegen dieses Abwehrbollwerk bis zur Pause kein Lösungsmittel zu finden.

Suche nach Lücken

Aus den Kabinen heraus waren es zunächst die Gäste, die gefährlich wurden. Jannis Zaydan zwang Jung direkt zur ersten Parade. Auch der anschließende Eckball wurde gefährlich, jedoch war der FCK-Torwart abermals zur Stelle und lenkte den Kopfball über die Latte. Danach fanden die Lauterer wieder zu mehr Ballbesitz, doch das Problem blieb: Wo waren die Lücken im Abwehrblock der Gäste? Auch eine offensive Umstellung brachte nicht die erhoffte Durchschlagskraft.

Die Entscheidung fiel schließlich auf der Gegenseite: Eine scharfe Hereingabe fand im Strafraum den heran rauschenden Aaron Reschke (80.), der den Ball zum 2:0 über die Linie drückte. Weitere gute Chancen blieben aus, sodass der FCK den erhofften Viertelfinaleinzug verpasste. „Es war ein sehr umkämpftes Spiel mit mehr Ballbesitz für uns. Aber am Ende des Tages war Cottbus effizienter und hat auch verdient gezogen“, sagt Baffoun.

Titelverteidiger im Pokal

Die Frage nach dem „Was wäre wenn“ wird wohl letztlich niemand beantworten können. Die Erinnerung an eine starke Saison wird aber bleiben und so hält auch Baffoun fest: „Wir sind die erste FCK-Mannschaft, die in der noch jungen Nachwuchsliga-Geschichte die Endrunde erreicht hat. Darauf können die Spieler, mein Staff und der Verein stolz sein.“

Zudem gibt es da noch einen Titel, der den Pfälzern offensteht. Bereits am Mittwoch (19 Uhr) geht es für die Roten Teufel, im Finale des Südwestdeutschen Verbandspokals darum, den eigenen Titel zu verteidigen. Gegner in Deidesheim ist der Regionalligist SV Viktoria Herxheim. „Wir wollen den Pokal gewinnen und die Saison nicht mit leeren Händen beenden. Das haben die Jungs sich verdient“, so Baffoun entschlossen.

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