Handball
TuS Dansenberg will zurück in die Erfolgsspur
Für den TuS Dansenberg beginnt die entscheidende Phase der Saison: Vier Spieltage vor Rundenende empfängt der Handball-Regionalligist am Samstag (20 Uhr) die HSG Rhein-Nahe Bingen, der man sich im Hinspiel trotz bärenstarker erster Halbzeit geschlagen geben musste.
TuS Dansenberg vor anspruchsvoller Aufgabe
Die Ausgangslage ist dabei vergleichsweise komfortabel. Mit 18:26 Punkten steht Dansenberg auf Tabellenplatz elf und damit auf dem ersten Nichtabstiegsrang. Sollte es – wie aktuell zu erwarten – bei drei Absteigern bleiben, beträgt der Vorsprung auf die Gefahrenzone sechs Punkte bei noch vier ausstehenden Spielen. Dennoch will der TuS möglichst nichts dem Zufall überlassen und aus den restlichen vier Spielen so viele Punkte wie möglich einfahren. Gegen Bingen wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Gäste spielen bislang eine starke Saison und belegen den fünften Tabellenplatz. Das Hinspiel zeigte, dass Dansenberg durchaus mithalten kann – auch wenn am Ende eine 30:35-Niederlage stand.
Lange Zeit gestaltete der TuS die Partie offen, führte zur Halbzeit mit 15:12 und lag auch kurz nach dem Seitenwechsel noch mit 18:17 vorne. Erst im weiteren Verlauf setzte sich der Gegner entscheidend ab: Über 21:18 und 25:20 zog Bingen auf 30:22 davon und sorgte damit früh für die Vorentscheidung. Prägend für das Spiel der Dansenberger waren vor allem die Brüder Holstein: Timo Holstein erzielte zehn Treffer, Marco Holstein war mit elf Toren sogar bester Werfer der Partie. Letzterer wird allerdings am Ellenbogen operiert und steht am Samstag nicht zur Verfügung. Er ist damit einer von insgesamt vier Spielern, die derzeit nicht zur Verfügung stehen.
Eine Woche ohne Training
Ein Umstand, der sich wie ein roter Faden durch die aktuelle Spielzeit zieht. Auch deshalb hat das Trainer-Duo Ivan Vukas und Patrick Schulze nach intensiven Wochen über Ostern ganz bewusst eine Pause eingelegt. „Wir haben gemerkt, dass die Jungs gegen Ende der Saison ziemlich kaputt sind. Die vielen Ausfälle haben zusätzlich Kraft gekostet“, sagt der Coach. Eine komplette Woche ohne Training sollte dabei helfen, „den Kopf freizubekommen und kleinere Blessuren auszukurieren“. Die personelle Situation bleibt dennoch angespannt. „Henry Hofmann wird nach seiner Fingerverletzung noch nicht spielen können, und im Rückraum – vor allem auf der linken Seite – sind wir aktuell sehr dünn besetzt“, erklärt Schulze. Kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle erschwerten die Vorbereitung auf das vorletzte Heimspiel zusätzlich.
Erfolgreich vor heimischer Kulisse
Um die Lücken zu schließen, setzt Dansenberg erneut auf Unterstützung aus der eigenen A-Jugend. „Für die ist das eine gute Möglichkeit, sich zu zeigen“, findet Schulze. Trotz der schwierigen Voraussetzungen gehen die Schwarz-Weißen mit Zuversicht in die Partie. „Wenn wir an unsere Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen, ist auch gegen Bingen absolut etwas drin“, betont der Trainer. Die Begegnung ist das vorletzte Heimspiel der Saison – und damit eine wichtige Gelegenheit, weitere Punkte zu sammeln. Die vier Siege, die das Team um Spielmacher Ben Kölsch bislang in der Rückrunde einfuhr, glückten alle vor heimischer Kulisse. Auswärts war der Tabellenelfte bislang zumeist ein gern gesehener Gast. Und das Restprogramm ist anspruchsvoll: Neben den Südpfalz Tigern und SF Budenheim wartet am letzten Spieltag mit dem HV Vallendar der aktuelle Tabellenführer.
„Man merkt schon, dass die Saison sich dem Ende zuneigt. Das wollen wir jetzt nochmal genießen“, sagt Schulze. Zunächst liegt der Fokus auf dem Heimspiel am Samstag. Nach zwei Niederlagen in Folge wollen die Westpfälzer in eigener Halle wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.