Kaiserslautern Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt setzt sich fort

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Die Trendwende ist längst da: Gab es vor etlichen Jahren noch ein Überhang an Bewerbern, geht die Zahl der jungen Menschen, die eine duale Ausbildung anstreben, aktuell zurück. Das führt dazu, dass gute Bewerber oft zwischen mehreren Angeboten wählen können, erschwert den Betrieben aber die Suche nach Nachwuchskräften. 105 Stellen blieben in Stadt und Kreis zum Ende des Ausbildungsjahres unbesetzt.

„Der Ausbildungsmarkt kehrt sich mehr und mehr um“, stellte Hans-Joachim Omlor, Leiter der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens, gestern bei der Vorstellung der Ausbildungszahlen fest. In der Westpfalz, dem Agenturbezirk, haben sich seit seit Oktober 2014 4088 Jugendliche gemeldet, um Unterstützung bei der Lehrstellensuche zu erhalten – 164 weniger als im Vorjahreszeitraum. In Stadt und Landkreis Kaiserslautern sank die Anzahl von 1679 auf 1531. Die demografische Entwicklung mit der immer älter und weniger werdenden Bevölkerung macht sich dabei ebenso bemerkbar wie der Trend zur Akademisierung. 57 Prozent der Mitglieder eines Jahrgangs beginnen mittlerweile laut Michael Böffel, Leiter des Geschäftsbereiches Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, mit einem Studium. In Stadt und Landkreis erhielten 33 Stellensuchende keinen Ausbildungsvertrag oder ein anderes Angebot, nur in etwa halb so viele wie im Jahr davor. In der ganzen Westpfalz blieben 121 Jugendliche unversorgt, 2014 waren es noch 188. Hier machten sich durchaus auch die Strategien der Arbeitsagentur bemerkbar, konstatierte Omlor am Rande der Pressekonferenz. Sie richtet ihren Blick verstärkt auf schwächere Bewerber. So wird nun zum Beispiel die sogenannte Assistierte Ausbildung angeboten, mit der benachteiligte Jugendliche und der jeweiligen Betrieb vor und während der Berufsausbildung intensiv unterstützt werden sollen. 90 Firmen hätten bislang Interesse angemeldet, berichtete der neue Ausbildungsakquisiteur der Agentur, Jens Horneff. 31 Plätze könnten in diesem Jahr besetzt werden, 80 Prozent seien momentan schon belegt. Für das kommende Jahr sind 60 Plätze anvisiert. Firmen zeigten sich kompromissbereit, böten zusehends auch schwächeren Jugendliche eine Chance, so Omlor. Die Ausbildungsbereitschaft sei generell hoch. 3116 Plätze wurden der Agentur in der Westpfalz gemeldet, in etwa so viele wie im Vorjahr. In Stadt und Kreis standen 1476 Stellen zur Verfügung, 1493 waren es im Vorjahreszeitraum. (zs)

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