Kaiserslautern Treffsicherer Torschütze, traurige Torschützin

91-81127770.jpg

Die Jungen des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) haben es wieder getan. Am Montag gewannen die Schüler des Jahrgangs 2003 und jünger zum siebten Mal den Fritz-Walter-Cup und demonstrierten, dass sie die beste Futsalschulmannschaft in Rheinland-Pfalz sind. Luis Klein avancierte mit zwei Treffern beim 2:1-Finalsieg gegen das Max-Planck-Gymnasium Trier zum Matchwinner. Die Mädchen des HHG landeten auf Rang vier.

Der Fritz-Walter-Cup und die männliche Futsal-Auswahl des HHG. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Mit dem Sieg im Landesfinale der diesjährigen Auflage gehen sieben der 16 Titel an die Kooperationsschule des 1. FC Kaiserslautern. Das Endspiel am Montag gegen Trier war die Neuauflage des Vorjahresfinales. Wieder siegten die Betze-Buben. Und das nach einer Partie auf ein Tor völlig zu Recht. Den frühen 0:1-Rückstand egalisierte Luis Klein. Trotz zahlreicher Chancen seitens der kombinationssicheren Lokalmatadoren stand es nach Ablauf der zwölf Minuten 1:1. Es folgte das erste Golden Goal in der Cup-Geschichte. 32 Sekunden dauerte es, bis erneut Klein das HHG zur Titelverteidigung schoss. Bei der Siegerehrung überreichten FCK-Legende und 54-er Weltmeister Horst Eckel sowie Stefan Kuntz Pokale und überbrachten Glückwünsche. Für Stefan Meißner war es bei seiner ersten Turnierteilnahme gleich der erste Triumph. „Die Jungs haben das prima gemacht. Die Tore waren super herausgespielt“, so der FCK-Junioren-Coach, der zusammen mit Alexander Bugera zweimal die Woche mit den HHG-Schülern, von denen bis auf Mika-Louis Gilcher, Nicolas Nußbaum und Martin Stuppy alle den Roten Teufel auf der Brust tragen, trainiert. Ohnehin als Topfavorit gestartet, reichte auch eine 1:2-Niederlage gegen das Salentin-Gymnasium Andernach nach dem 2:0-Auftaktsieg über das Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier zum Sieg in der Gruppe A. Im Halbfinale wartete das Gymnasium auf dem Asterstein Koblenz. Aaron Basenach und Gilcher sorgten für eine 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstreffer der Rheinländer retteten die Lauterer den Finaleinzug über die Zeit. Die Kaiserslauterer Mädchen des HHG qualifizierten sich durch einen souveränen 3:0-Erfolg gegen das Are-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler (3:0) und ein 1:1-Unentschieden gegen die Stefan-Andres-Realschule plus Schweich (1:1) ebenfalls als Erster für das Halbfinale. In einem spannenden Duell unterlagen dort die Schülerinnen von Betreuer Martin Maaß dem Stefan-Andres-Gymnasium mit 1:2. Das Tor von Anina Häßler zum zwischenzeitlichen 1:1 reichte nicht aus. Der zweite Gegentreffer zwei Minuten vor der Schlusssirene besiegelte die Niederlage und den verpassten Finaleinzug Die Enttäuschung saß tief. Nach dem verlorenen Sechsmeterschießen (zuvor 2:2) gegen die Realschule plus Scheich kullerte die eine oder andere Träne. Besonders Jonna Brengel, einer der talentiertesten Spielerinnen des Wettbewerbs und mit vier Treffern Toptorschützin, musste viel Trost gespendet werden. „Spielerisch waren wir, denke ich, die beste Mannschaft, körperlich allerdings etwas unterlegen. Insgesamt können wir dennoch zufrieden sein“, so Maaß. Immerhin stand eine Mädels-Truppe des HHG zum ersten Mal im Landesfinale. Somit bleiben die Mädchen der Geschwister-Scholl-Hauptschule die einzigen aus Kaiserslautern, die den Fritz-Walter-Cup gewinnen konnten. 2001/2002 gelang ihnen das unter Lehrer Sven Weilemann, der den Fritz-Walter-Cup nun seit fünf Jahren als Koordinator begleitet und wie der Rest seiner Crew wieder einmal tolle Arbeit leistete. (fsm) So spielten sie HHG Mädchen: Tiara Reinshagen, Isabelle Nermerich, Hannah Asel, Sabrina Bente, Laura Kohl, Anina Haßler (3 Tore), Jonna Brengel (4), Selina Bauer HHG Jungen: Max-Fynn Hofstadt, Nicolas Nußbaum, Luis Klein (2), Nicolas Jörg (1), Martin Stuppy, Moritz Maurer (2), Mika-Louis Gilcher (2), Aaron Basenach (1).

x