Fußball
Trainerwechsel beim SV Steinwenden
Der letzte Sieg des SV Steinwenden liegt schon lange zurück. Zum Rückrundenauftakt im vergangenen November entschied der SVS auf eigenem Rasen das Derby gegen den TuS Hohenecken mit 5:0 für sich. Nach diesem vielversprechenden Auftakt folgte jedoch ein unerwarteter Einbruch, der das Team in Richtung Abstiegszone rutschen ließ. Dem 0:1 zu Hause gegen Alemannia Waldalgesheim folgten weitere Niederlagen im Jahr 2026. Die Spiele gegen Hüffelsheim (3:5), Kandel (1:4) und Zeiskam (0:1) gingen alle verloren. Nach zwei Remisen gegen Viktoria Herxheim und die TuS Marienborn folgte eine 0:2-Derbyniederlage gegen den stark abstiegsbedrohten SV Morlautern. Aufgrund dieser enttäuschenden Ergebnisse scheint der bittere Gang in die Landesliga West nicht mehr ausgeschlossen zu sein.
Der SV Steinwenden hat nach 23 Ligaspielen 24 Punkte und damit ebenso viele wie der FK Pirmasens II, der den ersten möglichen Abstiegsrang einnimmt, jedoch mit dem Ex-Steinwendener Coach Jens Mayer an der Seitenlinie immerhin sieben Punkte aus seinen fünf Spielen nach der Winterpause holte. Die direkt vor Steinwenden stehenden Teams aus Marienborn, Hohenecken, Bad Kreuznach und Bretzenheim sind alle noch in Reichweite. Verloren scheint also noch lange nichts.
Rücktritt von Sascha Hammann
Während der Osterfeiertage gab es eine personelle Veränderung beim SV Steinwenden. Der ehemalige Regionalligaspieler des FK Pirmasens, Sascha Hammann, bislang spielender Trainer beim SVS, führt die Mannschaft nicht mehr als Übungsleiter an. „Sascha Hammann war unzufrieden mit dem Ganzen nach dem Spiel gegen Morlautern“, erzählt Daniel Meisenheimer, der bislang in dieser Saison nur als Spieler auf dem Feld stand, aber in der Vergangenheit schon einmal Trainer der Steinwendener war. Meisenheimers Rolle indes wird sich nun für die letzten sieben Saisonspieltage verändern. „Ich will der Mannschaft helfen. Als die Anfrage kam, gab es dann auch keine zwei Meinungen mehr für mich. Ich will einen sauberen Abschluss für die Mannschaft und für mich. Es ist sehr, sehr schade, dass es jetzt so mit Sascha geendet ist“, sagte der 37-Jährige, dessen Nachfolge zur neuen Saison Benjamin Hassenfratz antritt, der zu Beginn der Spielzeit noch den TuS Hohenecken coachte, dann aber von seinem Amt zurücktrat. „Die Stimmung war schon gedrückt, als Sascha Hammann meinte, er mache nicht mehr weiter“, erzählt Meisenheimer, der sich nun ganz auf die Spiele in den kommenden Wochen fokussieren will.
Schwierig ist es für den neuen Trainer, dass die Mannschaft verletzungsgeplagt in die abschließenden Saisonspiele geht. „Ich kenne die Mannschaft und habe trotz der schwierigen Situation Lust darauf. Ich gehe fest davon aus, dass wir es schaffen. Aber jetzt müssen wir zuerst unsere Leistung bringen“, sagt Meisenheimer, der in der Jugend für den 1. FC Kaiserslautern in der U19-Bundesliga und später für den SVN Zweibrücken in der Regionalliga am Ball war.
Schweres Auswärtsspiel für den SV Steinwenden
Für den neuen SVS-Coach geht es nun insbesondere darum, sich auf das Auswärtsspiel gegen die SG Eintracht Bad Kreuznach (Sonntag, 15 Uhr) vorzubereiten. Nur zwei Punkte trennen die beiden Teams. „Das wird ganz schwer für uns. Bad Kreuznach ist ein unangenehmer Gegner. Der Platz ist sehr groß dort. Wir müssen dennoch schauen, dass wir etwas mitnehmen, und wollen uns voll reinhauen“, so Daniel Meisenheimer.