Kaiserslautern
Teil der Kirche hat Platz in Kita St. Norbert gefunden
Mit der Frühlingssonne um die Wette strahlten die Gesichter von kleinen und großen Besuchern, die der Einweihung der neuen Kita gefolgt waren. Ein einladendes Bild boten die farbliche Gestaltung des Gebäudes und der neu angelegte Außenbereich mit Spielplatz und Grünanlage. Kuschelig wurde es im künftigen Speisesaal der Kinder. Dort fand die Feier statt. Erweitert um den Gemeinderaum, waren die Sitzplätze vor dem Altar, vor dem die Osterkerze brannte, begrenzt.
Kühn erinnert an Abriss der Kirche
„So wie heute, dass alle Plätze besetzt sind, soll es immer sein“, wünschte sich Pfarrer Steffen Kühn, der zusammen mit dem Pastoralteam den Gottesdienst leitete. „So können wir gleichzeitig Ostern und die Einweihung der Kita feiern.“ Er freue sich, den Tag mit Gott zu beginnen, denn Gott soll in dem Gebäude wohnen. So traurig, wie die Jünger am Ostermontag nach Emmaus unterwegs waren und sie Jesus vermisst hätten, seien auch viele Mitglieder der Gemeinde St. Norbert gewesen, als die Kirche für den Neubau der Kita habe weichen müssen, erinnerte Pastoralreferent Andreas Braun. Wie Jesus auferstanden sei, zeige sich die Kirche jetzt auch in der Kindertagesstätte St. Norbert neu.
Als Zeichen, dass Jesus künftig auch in der neuen Kita zuhause ist, machte sich Kühn mit Ministranten und dem in der Osternacht geweihten Taufwasser auf, die Räume der Kita zu segnen. Claudia Schnurpfeil, Vorsitzende des Gemeinderates St. Norbert, erinnerte neben der Weggemeinschaft an die Mahlgemeinschaft in St. Norbert. „Mit der Mensa der Kinder und dem Raum der Kirchengemeinde in der Kita wollen wir beides lebendig halten.“
Teile der Kirche schmücken nun die Kita
Joachim Vatter, Leiter der Abteilung Regionalverwaltungen und Kindertagesstätten im Bistum Speyer, freute sich, nach elf Jahren wieder die Einweihung einer neuen Kita mit kirchlichem Träger begleiten zu dürfen. Als Pfarrei eine Kirche aufzugeben und sie mit einer neuen Kita gleichzeitig zu erhalten, sei sehr lobenswert, so Vatter.
Dank zollte Kühn unter anderem den Pfarrerinnen Katherina Westrich und Kira Seel der protestantischen Christuskirchengemeinde für die Gastfreundschaft während der Bauphase. Ein besonderer Gruß Kühns galt Norbert Doll, dem jahrzehntelangen Pfarrer der Gemeinde St. Norbert. Ihm sei der Abschied von der ehemaligen Kirche besonders schwer gefallen. Als Zeichen dafür, dass Gegenstände der ehemaligen Kirche St. Norbert weiter an diese erinnern, verwies Kühn auf eine Mutter Gottes Statue, die einen Platz im Gemeinderaum bekommen hat und auf die „Franzosenglocke“ im Speiseraum der Kita. Weiter schmücken eine Darstellung des Heiligen Norbert sowie farbige Motive der Kirchenfenster den Gemeinderaum. Auf den Einbau entlang der Kunstachse in der Kita sind noch der einstige Altar und das Taufbecken der Kirche vorgesehen.
Info
Regelmäßige Gottesdienste im Gemeinderaum St. Norbert: Mittwochs, 9 Uhr. Samstags, jedes 1., 3. und 5. Wochenende im Monat, 18.30 Uhr.