Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Sukura-Verein plant zur Langen Nacht der Kultur besondere Performance

Plant eine Performance zur Langen Nacht der Kultur: Sukura-Vorstand Fridolin Pusch.
Plant eine Performance zur Langen Nacht der Kultur: Sukura-Vorstand Fridolin Pusch.

Ein multimediales Kunstprojekt zum Live-Erleben: Der subkulturelle Verein Sukura wird sich an der Langen Nacht der Kultur mit einem ganz besonderen Programmpunkt beteiligen.

Vereinsvorstand Fridolin Pusch gibt einen Einblick, ohne etwas zu verraten. Die jährliche Teilnahme am städtischen Großereignis ist für den Verein von immenser Bedeutung. „Die Lange Nacht der Kultur war eines der ersten städtisch organisierten Events, an denen wir teilgenommen haben, seitdem es uns gibt“, erinnert sich Fridolin Pusch. Zudem sei Kulturreferatsleiter Christoph Dammann „einer unserer frühsten Fürsprecher und Förderer gewesen“, als sich der Verein noch in der Findungsphase befand. „Von daher ist dieses wunderbare Format quasi – auch wenn ich das Wort in diesem Zusammenhang nicht mag – ein Pflichttermin für uns. Eine Pflicht, die wir sehr gerne annehmen.“

Viele Jahre lang war der Verein bei der Langen Nacht der Kultur vor allem mit musikalischen Beiträgen vertreten. In diesem Jahr jedoch öffnet sich ein neues Kapitel: Erstmals wird in den eigenen Räumen ein eigenständiges Kunstprojekt präsentiert. „Vielleicht war es auch der Impuls der 750 Jahre Jubiläumsfeier der Stadt, dass wir gesagt haben, wir wollen etwas Neues machen. Wir wollten unsere losen Gedanken verknüpfen und in ein Konzept gießen, das hoffentlich zum Vorbeikommen anregt.“

Zwischen Klang, Bild und Performance

Was die Besucher erwartet, entzieht sich deshalb bewusst einer einfachen Beschreibung. Zwischen Klang, Bild und Performance entsteht ein vielschichtiges Erlebnis, das sich dem Publikum nicht erklärt, sondern entfaltet. Im Mittelpunkt steht die Idee der Transformation – jener Moment, in dem Vertrautes zerbricht und etwas Neues Gestalt annimmt.

Ausgangspunkt ist eine Gegenwart, die von Beschleunigung, medialer Dauerpräsenz und permanenter Reizüberflutung geprägt ist. Öffentliche Debatten scheinen sich immer häufiger über Lautstärke und Zuspitzung zu definieren. Aufmerksamkeit wird zur Währung, Provokation zum Beschleuniger. Was einst Orientierung bieten sollte, verliert an Kontur. Gewissheiten geraten ins Wanken, Werte und Weltbilder erscheinen wie Fragmente einer Wirklichkeit, die sich gerade neu zusammensetzt.

Der Zauber des Anfangs

Doch wo etwas zerfällt, entsteht zugleich Raum für Veränderung. Die Trümmer einer alten Ordnung sind nicht nur Zeichen des Verlusts, sondern auch Ausgangspunkt für neue Perspektiven. Jeder Umbruch birgt die Möglichkeit eines Anfangs – und jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.

Wie genau all diese Elemente zusammenfinden, bleibt jedoch ein Geheimnis. „Das liest sich alles ziemlich nebulös, ist aber tatsächlich Absicht. Denn Teil des Konzepts ist das Element der Überraschung. Uns ist sehr daran gelegen, dass der Zuschauer vorher nicht weiß, was passiert. Wir haben uns, so viel kann ich verraten, an Elementen des Theaters bedient. Es wird aber kein Theaterstück sein. Wir haben uns auch an musikalischen Elementen bedient. Es wird aber auch kein reines Konzert sein.“

Eine wilde Reise

Das Kunstprojekt soll unter anderem die gesellschaftlichen und weltpolitischen Ereignisse und Veränderungen der letzten fünf Jahre widerspiegeln. „Wir verarbeiten darin aber auch persönliche Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken, Erfolge und Konflikte, die in den fast fünf Jahren Sukura entstanden sind. Von der Gründung über die Bürokratie bis hin zu der Erschließung, Renovierung und Sanierung unseres Raumes Sukura 99. Das war, wie man sich vorstellen kann, eine ganz schön wilde Reise“, reflektiert Pusch.

Und genauso wild wird sicherlich auch das finale und einmalige Kunsterlebnis, das von David Asphalt und Fridolin Pusch konzipiert und inszeniert wurde und bei der Langen Nacht von Künstlerinnen und Künstlern aus dem gesamten Sukura-Kosmos getragen wird. „Wenn man das Kunstprojekt also vollends verstehen und genießen möchte, wird man einfach vorbeikommen müssen“, wirbt der Vereinsvorsitzende.

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