Kaiserslautern Stadtradeln: Sarah Hertle will 1000-Kilometer-Marke fürs Kinderhospiz knacken

Sarah Hertle hat sich für das diesjährige Stadtradeln ein ambitioniertes Ziel gesetzt – und untserstützt damit den guten Zweck.
Sarah Hertle hat sich für das diesjährige Stadtradeln ein ambitioniertes Ziel gesetzt – und untserstützt damit den guten Zweck.

Sarah Hertle hat sich fürs Stadtradeln große Ziele gesteckt: mehr als 1000 Kilometer radeln und dabei Spenden für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst sammeln.

Das Vorhaben von Sarah Hertle, so viele Kilometer beim Stadtradeln vom 20. Mai bis zum 9. Juni zu absolvieren, wird nicht leicht. „Ich bin nicht sonderlich sportlich, aber sehr ehrgeizig“, ordnet sich die 40-Jährige, die für die Mainzer Firma Biontech arbeitet, selbst ein. Ehrenamtlich ist Sarah Hertle beim Kaiserslauterer Kinder- und Jugendhospizdienst Rückenwind aktiv. Sie begleitet eine Familie mit einem schwerkranken Kind.

„Ich schenke der Familie wertvolle Zeit“, erzählt sie von ihrem „super erfüllenden“ Ehrenamt, bei dem sie für das kranke Kind da ist, auch Zeit für die Geschwisterkinder hat oder einfach mal den Eltern zuhört. „Es ist eine Lebensbegleitung, die auch mir ganz viel bringt“, berichtet sie und bedauert, dass das Wort Hospiz bei vielen ausschließlich mit negativen Gefühlen und dem Gedanken an den Tod belastet sei.

Rückhalt vom Partner

Im vergangenen Jahr war Hertle spontan zum ersten Mal beim Stadtradeln dabei und hatte als ungeübte, aber „sehr ehrgeizige“ Radfahrerin am Ende 1009 Kilometer auf dem Tacho. In diesem Jahr will sie ihre Leistung mit ihrem Rad, das allein mit Muskelkraft an Strecke gewinnt, noch steigern. „Und wenn ich radle, verbinde ich es diesmal mit dem guten Zweck“, sagt sie. Denn sie weiß, wie wichtig der Kinder- und Jugendhospizdienst ist, wie wichtig Unterstützung, Zeit und Mitmenschlichkeit sind, und wie sehr diese Angebote auf Spenden angewiesen sind.

Eine solche Spendenaktion hat Hertle zum ersten Mal ins Leben gerufen. Dabei überlässt sie nichts dem Zufall, um jeden möglichen Kilometer fahren zu können und viele Euro zu sammeln. Ihr Lebensgefährte hat versprochen, ihr während des Stadtradelns den Rücken im Haushalt und bei der Betreuung des Kindes freizuhalten.

Motto: „Aufgeben ist keine Option!“

Mit der Mainzer Firma Biontech weiß sie einen entgegenkommenden Arbeitgeber an ihrer Seite: „Ich bin normalerweise im Homeoffice hier in Kaiserslautern und einmal die Woche in Mainz.“ Für die Zeit des Radwettbewerbs plane sie noch mehr Homeoffice ein, nach Absprache dürfe sie außerdem länger Mittagspause machen, um zu radeln. Nach Feierabend geht es dann weiter.

Um bei der Spendenaktion möglichst viel Geld zu sammeln und den Kinder- und Jugendhospizdienst Rückenwind bekannter zu machen, wird sie sich T-Shirts drucken lassen. Außerdem überlegt sie, während des Stadtradelns komplett aufs Auto verzichtet, um in der Kategorie Stadtradel-Star noch mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. „Das will gut überlegt sein“, gibt sie zu bedenken. Denn die Familie, die sie als ehrenamtliche Hospizhelferin einmal pro Woche besucht, wohnt rund 40 Kilometer von Kaiserslautern entfernt. Getreu ihrem Motto „Aufgeben ist keine Option!“ sucht sie dafür nun eine Möglichkeit.

Spenden

Spenden werden auf der Internetseite goodcrowd.org/radeln-fuer-den-kinderhospizdienst-rueckenwind gesammelt.

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