Kaiserslautern STADTLEBEN: Lauterer Nächstenliebe

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Das Schicksal der Flüchtlinge, die in unmittelbarer Nachbarschaft seiner Wohnung in Leipzig eine Sporthalle bezogen, brachte Marc Ruelius auf eine zündende Idee. Für sein Engagement, Flüchtlingen in einer Erstaufnahmeeinrichtung zusammen mit seiner Freundin Leslie Huhn Zeichenunterricht zu geben, wurde das aus Kaiserslautern stammende Paar jetzt für den Google Entrepreneur Gründerpreis 2015/16 nominiert. Auch wenn Marc seit 2011 in Leipzig Sportmanagement studiert, hält der frühe Schüler des Rittersberggymnasiums wie Leslie, die Mitbegründerin der Infinity Coed Cheerleader Kaiserslautern, nach wie vor enge Kontakte zu seiner Heimatstadt. „Ich nutze die Designerfahrung meiner Verlobten und biete Flüchtlingen die Gelegenheit zu zeichnen“, skizziert der junge Mann sein Angebot, Menschen in Not die Zeit zu vertreiben. „Sie sollen nicht das Gefühl haben, nutzlos zu sein.“ In Sechsecke lässt der Inhaber eines Onlineshops für Mode und Sport von Flüchtlingen Motive zeichnen, die danach auf ein T-Shirt gedruckt und zugunsten der Flüchtlingshilfe verkauft werden. „Wir möchten modische Kleidung und Wohltätigkeit verbinden“, sagt Marc. In Leipzig erfahre er hautnah die Vorurteile vieler Bürger gegenüber den Flüchtlingen, aber auch die große Bereitschaft von Menschen, Fremde willkommen zu heißen. Zu denen zählt sich der Lauterer. Sein Projekt hat er „Nächstenliebe“ überschrieben. Eine Botschaft, die die Rückseite der von ihm bedruckten T-Shirts ziert. Ob Marc mit seiner Idee, Flüchtlingen sinnvoll die Zeit zu vertreiben und ihnen gleichzeitig einen Teil des Verkaufserlöses der T-Shirts zukommen zu lassen, unter 100 ausgewählten Ideen beim Gründerpreis punkten kann, wird sich Mitte Oktober herausstellen. (jsw)

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