Kaiserslautern Staatssekretär Alt zu Studenten-Kritik: „Kann die Forderungen nicht nachvollziehen“

Denis Alt ist Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und antwortet auf den Offenen Brief des A
Denis Alt ist Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und antwortet auf den Offenen Brief des Asta.

Denis Alt, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, reagiert auf die Forderungen des Asta-Vorsitzenden der Technischen Universität Kaiserslautern, Mathis Petri. In einem offenen Brief hatte er die Studienbedingungen kritisiert und Verbesserungen gefordert.

„Auch mir ist es ein großes Anliegen, dass Studierende während der widrigen Umstände in der Pandemie das Studium erfolgreich fortsetzen und beenden können. Daher arbeiten wir seit Beginn der Pandemie gemeinsam mit den Hochschulen intensiv daran, dies zu ermöglichen. Grundsätzlich begrüße ich das Engagement zur weiteren Verbesserung unserer guten Studienbedingungen, doch kann ich die Forderungen von Herrn Petri nicht nachvollziehen“, so der Staatssekretär zu der geäußerten Kritik des Asta-Vorsitzenden.

Präsenzprüfungen nur wenn notwendig

Gemeinsam mit den Hochschulen sei bereits vereinbart worden, in der Pandemie Präsenzprüfungen auf das notwendige Maß zu beschränken. Zudem würden Präsenzprüfungsformate vielfach gegen alternative Prüfungsformen ausgetauscht. Bereits auf diesem Weg sei die Anzahl der Präsenzprüfungen deutlich reduziert worden. Um Prüfungen online rechtssicher durchzuführen, sei bereits vor wenigen Tagen die Landesverordnung zur Erprobung elektronischer Fernprüfungen an den Hochschulen in Kraft getreten. Aber nicht jede Präsenzprüfung lasse sich durch eine Nicht-Präsenzprüfung ersetzen. Diese Präsenzprüfungen würden auch zukünftig unter Einhaltung strikter Hygienemaßnahmen durchgeführt werden können, um den Anspruch der Studierenden auf Prüfungen und ein Vorankommen im Studium zu verwirklichen. Alt: „Nach meinem Eindruck gehen die Hochschulen in Rheinland-Pfalz mit dieser schwierigen Situation, die häufig genug einer Gratwanderung gleicht, sensibel um.“

Sonderprogramm für digitale Infrastruktur an Hochschulen

Darüber hinaus haben die Hochschulen bereits in eigener Zuständigkeit die Anzahl der möglichen Prüfungen für die digitalen Semester erhöht. Die Studierenden haben somit insgesamt mehr Flexibilität und könnten Prüfungen sogar kurzfristig absagen.

„Die Landesregierung hat sich in den vergangenen Monaten intensiv für gute Studienbedingungen in der Pandemie-Zeit eingesetzt. Wir haben zunächst kurzfristig im Sommer 2020 mit einem 5,5 Millionen Euro umfassenden Sonderprogramm in die digitale Infrastruktur der Hochschulen investiert“, so Alt. Im August habe die Landesregierung im Rahmen des Sondervermögens „Nachhaltige Bekämpfung der Corona-Pandemie“ das Programm „Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen“ mit einem Finanzvolumen von 50 Millionen Euro aufgelegt, um die weitere digitale Ausstattung der Hochschulen zu stärken. „Darüber hinaus haben und werden wir uns weiterhin gegenüber der dafür zuständigen Bundesregierung für eine Öffnung des Bafögs für durch die Pandemie in Not geratene Studierende einsetzen“, betont Denis Alt.

Den Vorwurf einer fehlenden Unterstützung durch die Landesregierung könne er nicht nachvollziehen, schließt Alt.