Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Souverän zum sechsten Sieg

Niklas Birich vom Kaiserslauterer SK
Niklas Birich vom Kaiserslauterer SK

KSK I lässt Friedrichsthal II beim 20:6 keine Chance. Damit stehen die Lauterer wieder an der Tabellenspitze. Warum die Tabellenführung kurzzeitig verloren ging.

Dank eines überzeugenden Start-Ziel-Sieges haben sich die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs die kurzzeitig verlorene Tabellenführung in der Gruppe A der Regionalliga Südwest zurückgeholt. Beim 20:6 (6:1/5:3/4:1/5:1) gegen den SV Friedrichsthal II legten die Krokodile schon im ersten Viertel den Grundstein für den Erfolg und bauten den Vorsprung bis zum Ende stetig aus.

Das hatte sich die Friedrichsthaler Reserve wahrscheinlich anders vorgestellt: Schon am ordentlich besetzten Kader war zu erkennen, dass sie aus dem Monte Mare etwas Zählbares mitnehmen wollten, um die eigene erste Mannschaft im Meisterschaftskampf zu unterstützen – aber dieses Vorhaben mussten die Saarländer früh ad acta legen. Nach knapp zwei Minuten konnte der SVF2 zwar die Lauterer 1:0-Führung egalisieren, doch neben der Chance zum 2:2, die per Strafwurf vergeben wurde, sollte es das einzige Mal bleiben, dass man in Reichweite der Gastgeber war.

Einseitige Angelegenheit

Im Folgenden spielte nämlich fast nur noch der KSK und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Zur ersten Pause stand ein 6:1 auf der Anzeigetafel und zur Halbzeit hieß es 11:4. Die Lauterer blieben konzentriert, was nicht nur Trainer Karsten Schöniger im Nachhinein dazu veranlasste, vom „wahrscheinlich besten Auftritt der Saison“ zu reden. Vor allem in der Abwehr verdiente sich das Team Bestnoten. Auch in Unterzahl lieferte der KSK eine ordentliche Leistung ab und musste bei acht Hinausstellungen nur zwei Gegentreffer hinnehmen. Im Angriff hätte die Torausbeute noch höher ausfallen können, wenn die Chancen besser genutzt worden wären.

Die Friedrichsthaler machten es den Krokodilen trotz des Rückstandes nicht leicht und spielten bis zum Abpfiff ordentlich mit. Gegen das diesmal über die kompletten 32 Spielminuten starke Kollektiv der Lauterer war an diesem Abend jedoch nichts zu holen und so stand am Schluss ein überdeutliches 20:6 zu Buche, mit dem im Vorfeld sicherlich niemand gerechnet hatte. Auch an der Torschützenliste, in die sich gleich neun Krokodile eintragen konnten und an deren Spitze diesmal Leon Birich mit vier Treffern stand, war die mannschaftliche Geschlossenheit abzulesen.

Zurück an der Spitze

Dank des sechsten Erfolges im sechsten Saisonspiel eroberte der KSK1 wieder die Spitzenposition, die er am Vormittag abgeben musste: Die Partie Friedrichsthal I gegen Ludwigshafen II war da am grünen Tisch mit 10:0 gewertet worden, weil die Rheinstädter die für Sonntag angesetzte Begegnung kurzfristig absagten und auf einen Ersatztermin verzichteten. Bis die erste Lauterer Mannschaft zum nächsten Mal antritt, dürfte sich die Tabellenkonstellation wohl aber erneut geändert haben: Erst am 8. Mai steht mit dem Rückspiel gegen den SVF2 das nächste Match auf dem Programm.

KSK 2 kann Meister werden

Bevor es in die verlängerte Osterpause geht, hat allerdings die Lauterer Reserve noch eine richtungsweisende Partie vor der Brust: Am Donnerstag empfangen die kleinen Krokodile im Monte Mare den SV 08 Saarbrücken und könnten den entscheidenden Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Spielbeginn ist um 20 Uhr im Sportbecken.

Der Modus und der aktuelle Stand in der Mini-Gruppe B der Regionalliga Südwest beschert dem KSK2 einen vorzeitigen Matchball: Da die Lauterer alle ihre drei bisherigen Partien gewonnen haben und mit neun Zählern vor den Friedrichsthaler Masters (3) und dem SV 08 Saarbrücken (0) rangieren, lägen sie bei einem dreifachen Punktgewinn gegen den SVS uneinholbar vorn. Dass man gegen die saarländischen Hauptstädter die Titelverteidigung klarmacht, ist angesichts von sechs Siegen in den letzten sechs Aufeinandertreffen zwar nicht unwahrscheinlich, wird allerdings auch kein Selbstläufer. Schon in der Hinrunde hatte der SVS den Krokodilen alles abverlangt. Und auch im Heimspiel hatte der KSK einen Vier-Tore-Vorsprung verspielt und musste am Ende den zusätzlichen Zähler im „Entscheidungswerfen“ holen. Das soll diesmal anders laufen.

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