Kaiserslautern Sorgt für Musik im Seniorenheim

Eulenbis. Musik hat einen großen Stellenwert im Leben von Andrea Gödtel. Weil sie in Gemeinschaft noch mehr Spaß macht, gehört die Eulenbisserin verschiedenen Chören an und engagiert sich ehrenamtlich in der Seniorenarbeit.
„Früher war Lesen mein liebstes Hobby, jetzt ist es die Musik“, sagt Andrea Gödtel. „Sie bereichert mein Leben und daran möchte ich auch andere teilhaben lassen.“ Das tut die Eulenbisserin, indem sie das Gitarrespielen und Singen mit ihren verschiedenen Ehrenämtern verbindet. Sich unentgeltlich zu engagieren ist ihr wichtig, auch „weil es mir irgendwann nicht mehr gereicht hat, nur Hausfrau zu sein. Ich habe früher als Fremdsprachensekretärin bei der BASF gearbeitet, nach dem ersten Kind aber damit aufgehört. Als meine älteste Tochter konfirmiert wurde, war es an der Zeit, mich nach einer neuen Betätigung umzusehen“, berichtet Gödtel. Die fand die dreifache Mutter in der Kirche. Sechs Jahre hat sie in Weilerbach dem Presbyterium angehört, war dabei, als das Mehrgenerationenhaus geplant und das offene Singen eingeführt würde. „Da kann jeder mitmachen, der Lust am Singen hat. Ich begleite die Leute auf der Gitarre.“ Zu der ist sie über ihren Sohn gekommen. „Als er aus dem Gitarrenunterricht ausgestiegen ist, habe ich an seiner Stelle weitergemacht.“ Selbst heute nimmt sie noch regelmäßig Stunden. Das kommt allen zugute, denen sich die 54-Jährige musikalisch widmet. Zweimal im Monat ist sie mit ihrer Gitarre ein gerngesehener Gast im Seniorenheim Bruchmühlbach-Miesau. Seit fünf Jahren stimmt sie jeden Montagmorgen mit den Bewohnern des Wohn- und Dienstleistungszentrums in Weilerbach altbekannte Weisen an. „Ich habe ein recht großes Repertoire. Damit es abwechslungsreich bleibt, stelle ich jede Woche eine neue Auswahl zusammen. Mal sind die Stücke auf die Jahreszeit bezogen, mal sind es Seemannslieder, mal stehen Blumen oder die Liebe im Zentrum. Die Liedtexte drucke ich in Großschrift aus, damit sie auch für ältere Menschen gut lesbar sind. Außerdem suche ich Geschichten, Gedichte und Anekdoten heraus, die das Programm ergänzen und abrunden.“ Die musikalischen Stunden mit den Senioren machen ihr Freude. „Ich komme gut mit älteren Menschen zurecht und sie geben mir viel zurück. Mit der Zeit wachsen sie einem ans Herz.“ Weil es an Musik gar nicht genug sein kann, macht die dreifache Mutter auch noch beim Gesangverein Rodenbach und im jungen Chor Weilerbach mit. Ihr neuestes Projekt führt sie überdies nach Sembach. „Dort treffe ich mich regelmäßig mit einer privaten Gruppe von Musikern. Wir sind derzeit dabei, ein Repertoire zu erarbeiten. Wenn das steht und wir eingespielt ist, möchten wir auch gerne Senioren unterhalten.“ Trotz des musikalischen Einsatzes ist Andrea Gödtel immer noch kirchlich tätig. Sie stattet Jubilaren jenseits der 80 Geburtstagsbesuche ab und hilft, die Seniorennachmittage in der Gemeinde vorzubereiten. „Da muss ja Kuchen gebacken und Kaffee ausgeschenkt werden. Dabei mache ich mich dann nützlich und habe natürlich auch die Gitarre dabei.“ Entsprechend voll ist ihr Terminkalender. Zum Glück spielt die Familie mit. „Die findet gut, was ich mache, außerdem sind die Kinder ja schon so groß, dass sie auch mal ohne mich zurechtkommen.“