Fußball
Shawn Blum macht den Unterschied im Duell des FCK II mit Ludwigshafen
Nach 76. Minuten durfte sich der Mann des Spiels am späten Samstagnachmittag den verdienten Applaus der 237 Zuschauer auf dem Fröhnerhof abholen. Da wurde Shawn Blum, der mit seinen drei Treffern maßgeblichen Anteil am 5:0 (2:0)-Sieg des Oberliga-Spitzenreiters 1. FC Kaiserslautern II gegen Arminia Ludwigshafen hatte, ausgewechselt. Vor allem der dritte Treffer des 23-Jährigen in der 71. Minute ärgerte Arminia-Trainer Ralf Gimmy schon ziemlich: „Da lassen wir Blum einfach schießen, obwohl wir vorher schon gesehen haben, was passiert, wenn man ihn nicht stört.“ Blum durfte bei seinem dritten Treffer unbedrängt aus 20 Metern abziehen, der Ball landete unhaltbar in der Nähe des linken Torwinkels.
Blum selbst musste gar nicht lange überlegen, wann ihm das letzte Mal ein Dreierpack gelungen war. „Das war in der Vorsaison im Heimspiel gegen Gonsenheim“, antwortete der 23-Jährige wie aus der Pistole geschossen. Womit er recht hatte. Damals am zwölften Spieltag hatte er beim 6:0-Sieg seines Teams in der zweiten Halbzeit sogar einen lupenreinen Hattrick geschafft. Auch diesmal waren es zwar drei Tore hintereinander, aber durch die Halbzeitpause getrennt. Nachdem Melvin Wiesnet den FCK II gegen anfangs gut mithaltende Ludwigshafener mit einem Gewaltschuss aus der Distanz mit 1:0 in Führung gebracht hatte, traf Blum erstmals kurz vor der Pause (44.). Da hatte er bei einer Hereingabe hinter Stürmer Chinedu Chukwukelu gelauert. Als dieser den Ball verpasste drosch Blum – ziemlich unbedrängt – das Leder unter die Torlatte.
Zweiter Blum-Treffer als Knackpunkt
Sein zweiter Treffer, 50 Sekunden nach Wiederanpfiff war für Arminia-Trainer Gimmy „der Knackpunkt“. Nach einem langen Ball von FCK-Kapitän Jean Zimmer lupfte Blum den Ball über Ludwigshafens Keeper Kevin Urban, vom Innenpfosten sprang die Kugel ins Tor. „Der Ball ist super gekommen von Jean – und dann habe ich auch das Glück mit dem Pfosten gehabt“, sagte Blum mit einem Grinsen. Nach seinem dritten Tor durfte er dann runter und erhielt ein Sonderlob von seinem Trainer Alexander Bugera. „Ich bin überzeugt von dem Jungen, weil er eine gewisse Einzigartigkeit in seinem Spiel hat“, sagte Bugera. „Es tut uns natürlich auch gut, dass er jetzt in der richtigen Zeit auch seine Tore macht. So darf es in den letzten vier Spielen auch weitergeben.“ Den Schlusspunkt zum 5:0 in dem nach der Pause doch recht einseitigen Spiel setzte der eingewechselte Newton Tamakloe in der 82. Minute. Ludwigshafen hatte in Durchgang zwei eine einzige Möglichkeit durch einen Schuss von Noah Hannawald, den FCK-Torwart Enis Kamga mit den Fingerspitzen übers Tor lenkte (73.).
Von einem „verdienten Sieg“ für den FCK II sprachen nach der Partie dementsprechend beide Trainer. „Ich glaube, wir haben uns gar nicht schlecht verkauft in der ersten Halbzeit“, sagte der 65-jährige Gimmy und haderte auch mit der Effizienz seines Teams bei den wenigen sich bietenden Möglichkeiten, insbesondere unmittelbar nach dem zweiten FCK-Treffer. Da konnte sein Team bei zwei Eckbällen aus einem Durcheinander in der FCK-Defensive kein Kapital schlagen. „Ausschlaggebend war für das Gesamtbild eben, dass wir die wenigen Torchancen nicht für ein Tor genutzt haben. Wenn wir das 2:1 machen, hätte es vielleicht noch einmal anders ausgesehen.“
Etwas fürs Torverhältnis getan
Sein Kollege Bugera war naturgemäß zufrieden. „Wir haben die Tore, gerade des 2:0 und 3:0, zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, analysierte der 47-Jährige, den auch freute, dass sein Team im Zweikampf um die Meisterschaft mit dem FK Pirmasens „auch was fürs Torverhältnis“ getan hat. Das habe die Mannschaft „im Hinterkopf“ gehabt, bestätigte Blum: „Deswegen haben wir auch den Ball immer aus dem Tor geholt, weil wir unbedingt weitere Treffer machen wollten.“ Im Torverhältnis liegt der FCK II, der drei Punkte vor dem FKP steht, nun mit einem Treffer vorne.
Die letzten vier Partien werden in jedem Fall für beide zu „Endspielen“. Für den FCK II im Kampf um den Aufstieg, für Arminia im Kampf gegen den Abstieg. Für die U21 des FCK geht es am Freitag (19 Uhr) beim FV Engers weiter, Ludwigshafen empfängt samstags (16 Uhr) Cosmos Koblenz.