Kaiserslautern Rote Teufel melden sich eindrucksvoll zurück

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Nach einer langen Durststrecke fuhr der 1. FC Kaiserslautern aufgrund einer starken zweiten Halbzeit einen verdienten 4:2 (1:1)-Heimerfolg gegen den Karlsruher SC ein. Damit verließen die Pfälzer die Abstiegsränge der U17-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest und kletterten auf den zehnten Platz. FCK-Coach Philipp Dahm sprach nach der Begegnung von einem starken Auftritt seiner Jungs in Hälfte zwei.

Der Tabellenzweite aus Karlsruhe erwischte den besseren Start und hatte in der siebten Minute die erste Chance durch Valentino Vujinovic, der nach feinem Pass von Kapitän Jannis Kübler die Kugel knapp am langen Pfosten vorbeischoss. In der 13. Minute waren es wiederum Vujinovic und Kübler, die eine Unsicherheit von Lautern-Schlussmann Niklas Neumann nicht ausnutzen konnten. Direkt im Gegenzug gab Tilmann Jahn seitens der Pfälzer den ersten Warnschuss in Richtung Gästegehäuse ab. Seine starke Einzelaktion verfehlte das Tor allerdings um einige Meter (14.). Nach 25 Minuten gingen die Gäste mit 1:0 in Front. Eine scharfe Hereingabe von Tim Kircher vollstreckte Vujinovic aus kurzer Distanz. „In dieser Situationen verpassen wir es auf der Außenbahn, den Weg energisch mit nach hinten zu gehen. Stattdessen lassen wir den Spieler einfach laufen. Dass darf so nicht passieren“, haderte Übungsleiter Philipp Dahm. Der KSC war nun am Drücker und hatte Pech, dass ein Freistoß von Johannes Herzog nur ans Aluminium klatschte (29.). Nur 120 Sekunden später war es der auffällige Kübler, der es aus aussichtsreicher Position verpasste, auf 2:0 zu erhöhen. In dieser Phase der Partie wirkten die Pfälzer verunsichert und ideenlos. Trotzdem kamen sie noch vor der Pause zum überraschenden 1:1-Ausgleich: Linksverteidiger Flavius Botiseriu spielte in den Lauf von Jahn – der umkurvte geschickt seinen Gegenspieler und schloss nervenstark ab (38.). In der Halbzeit stellte Coach Philipp Dahm seine Mannschaft um. Für den schwachen Corey Anton kam Stürmer Dimosthenis Papazois in die Partie, und Antonio Jonjic beackerte nun den rechten Flügel. Letzterer war es auch, der maßgeblichen Anteil an der Führung hatte. Seine butterweiche Flanke drückte Jahn per Kopf zum 2:1 in die Maschen (51.). Zuvor hatte bereits Torben Müsel eine gute Gelegenheit vergeben, als er Jahn mit einem unpräzisen Querpass bedienen wollte (42.). Der 1. FC Kaiserslautern war in der Folgezeit tonangebend und zeigte auch seine spielerischen Qualitäten. Lediglich Herzog tauchte einmal gefährlich vor Keeper Neumann auf – doch seinem Abschluss fehlte es an Fortune (53.). Sinnbildlich für die Pfälzer Leistungssteigerung war der Treffer zum 3:1: Der eifrige Müsel erkämpfte das Leder in der eigenen Hälfte und spielte zum gestarteten Jonjic, der scheiterte mit einem wunderschönen Lupfer an der Latte, doch Paul Will setzte nach und staubte mit dem Kopf ab (60.). Obwohl die Gäste durch Maik Goß noch auf 2:3 verkürzten (69.), ließ sich der FCK den Sieg nicht mehr nehmen. In der Schlussminute traf der eingewechselte Constantin Fath mit einem statten Schuss von der Strafraumgrenze zum hochverdienten 4:2-Endstand (80.). „Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit eine prima Partie abgeliefert und sich den Erfolg redlich verdient. Nachdem wir in der Pause umgestellt haben, hat sich unser Spiel stark verbessert. Wir haben den KSC beschäftigt und uns viele Chancen erarbeitet“, so der glückliche Dahm nach der Begegnung. SO SPIELTEN SIE 1. FC Kaiserslautern: Neumann - Stierlin, Altintas, Staroscik, Botiseriu - Anton (41. Papazois), Koch, Will, Jonjic (75. Fath) - Jahn (66. Bulut), Müsel (80. Geißler) Karlsruher SC: Amelung - Kircher, Goß, Schlotterbeck, Herzog - Heers (75. Hennemann), Kübler, Zwick (66. Kandic), Wähling (54. Tiganj), Kunze (54. Vural) - Vujinovic Tore: 0:1 Vujinovic (25.), 1:1 Jahn (39.), 2:1 Jahn (51.), 3:1 Will (60.), 3:2 Goß (69.), 4:2 Fath (80.) - Gelbe Karten: Koch, Staroscik - Beste Spieler: Altintas, Koch, Jonjic, Jahn - Kübler, Amelung - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Tobias Hauer (Saarbrücken).

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