E-sport Pläne für erste eStadtmeisterschaft laufen auf Hochtouren

Livemoderation beim Erbse-Cup: Marvin Müller und Moritz Nicolay vom VfR Kaiserslautern kommentieren die Spiele.
Livemoderation beim Erbse-Cup: Marvin Müller und Moritz Nicolay vom VfR Kaiserslautern kommentieren die Spiele.
Fast wie im echten Fußballleben: Die Spiele lassen sich auf dem Bildschirm live verfolgen.
Fast wie im echten Fußballleben: Die Spiele lassen sich auf dem Bildschirm live verfolgen.

Die RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft in Kaiserslautern, die normalerweise zu Beginn jeden Jahres auf dem Programm der Mannschaften aus der Stadt steht, ist 2021 dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Trotzdem müssen die Fußballfans nicht auf den Wettbewerb verzichten. Denn zum ersten Mal in der Geschichte findet vom 25. bis zum 30. Januar eine eStadtmeisterschaft in Kaiserslautern statt – dank des VfR, der das alles auf die Beine gestellt hat.

Natürlich kann die eStadtmeisterschaft die normale Stadtmeisterschaft, bei der im Januar hunderte von Zuschauern in die Barbarossahalle strömen und verfolgen, welcher der Vereine aus der Stadt sich den Titel sichert, nicht eins zu eins ersetzen. Aber sie ist eine gute Alternative für alle, die den Fußball und den Wettbewerb zwischen den Vereinen vermissen. Was hinter dem kleinen „e“ vor Stadtmeisterschaft steckt, ist den eSports-Kennern direkt klar: eStadtmeisterschaft bedeutet nichts anderes, als elektronische Stadtmeisterschaft.

Der eSport wird immer populärer, und mittlerweile können viele etwas mit diesem Begriff anfangen. Vor allem während des gesamten letzten Jahres, als das Fußballspielen auf dem echten Rasen meistens nicht möglich war, hat so mancher Kicker angefangen, virtuell Fußball zu spielen. Die Voraussetzungen sind schnell geschaffen: Man benötigt eine Spielekonsole und einen Bildschirm, auf dem das Bild übertragen wird, und schon ist man bereit, in die virtuelle Spielwelt einzutauchen.

Vor allem die Nummer eins der Fußballvideospiele Fifa ist bei Fußballfans sehr beliebt, und es ist schon fast ein Muss für jeden Zocker, sich jedes Jahr den neuen Fifa-Teil, der im Herbst erscheint, zuzulegen. In Fifa wird nun auch die allererste Ausgabe der eStadtmeisterschaft gespielt.

Die Idee

Die Idee des VfR Kaiserslautern, die Stadtmeisterschaft virtuell auszutragen, kam so zustande: Gegen Ende des letzten Jahres veranstaltete der VfR einen internen „erbseCup“, bei dem Spieler aus allen Jugendteams des Vereins mitmachen konnten und gegeneinander antraten, um den besten Spieler an der Konsole zu küren. Die Resonanz für das Turnier war unglaublich positiv und hat auch das Interesse bei anderen Vereinen in der Umgebung geweckt, an der Konsole aktiv zu werden. Nachdem dann klar wurde, dass die RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft in der Barbarossahalle 2021 coronabedingt nicht stattfinden kann, kam der VfR auf die Idee, eine virtuelle Stadtmeisterschaft zu veranstalten, damit sich die Vereine in Kaiserslautern trotzdem duellieren können und die beste eSports-Mannschaft in Kaiserslautern ermittelt wird.

Das Team

Hinter dem jetzt fertigen Konzept für das Turnier, das in der letzten Januarwoche seine Premiere feiert, steckt viel Arbeit. Marvin Müller, der die A-Jugend des VfR trainiert, ist ein wichtiger Bestandteil des Teams, das tagelang auf Hochtouren an dem Konzept gearbeitet hat. Zum Team gehören auch Alexander Fahsel, der in der zweiten Mannschaft des VfR kickt und gleichzeitig einer der besten Fifa-Spieler des Vereins ist, und Jannis Hüppauff, der sich vor allem auf das Sponsoring und die Datenverarbeitung konzentriert.

Der Modus

Die Stadtmeisterschaft, die nun das erste Mal vom Hallenboden auf den virtuellen Rasen verschoben wird, findet vom 25. bis zum 30. Januar statt und wird im „Fifa21 Pro Clubs“-Modus auf der Playstation 4 gespielt. Der „Pro Clubs“-Modus eignet sich sehr gut für das Turnier, da es dort nicht reicht, ein guter Einzelspieler zu sein, erklärt Müller. Um Erfolge feiern zu können, müssen die Fußballer im Kollektiv gut zusammenarbeiten und eine geschlossene Mannschaftsleistung abrufen. Die Besonderheit bei diesem Modus ist nämlich, dass der virtuelle Kicker nicht wie normalerweise gewohnt alle elf Spieler steuern kann, sondern jeder kann nur einen einzelnen Spieler steuern, den er vorher selbst erstellt und einer Position zugewiesen hat. Mit wie vielen Spielern ein Team gegen seinen Gegner antritt, entscheidet es in Absprache mit der gegnerischen Mannschaft. Auch ein Elf gegen Elf ist möglich. Je mehr Spieler gegeneinander antreten, umso wichtiger ist die Kommunikation untereinander. Sie entscheidet oftmals über Sieg oder Niederlage.

Damit es fair bleibt

Wichtig ist, dass beide Teams mit derselben Anzahl an Spielern in eine Begegnung starten. Denn wen