Leichtathletik
Neue Konkurrenz belebt Hallenmeisterschaften in Kaiserslautern
„Neue Konkurrenz belebt das Geschäft“, kommentiert Jan Hastrich von der TSG 1861 Kaiserslautern das rege Treiben in der Barbarossahalle am vergangenen Samstag: „Ich finde die Neueinteilung gut, man sieht, wie viel hier los ist, und hat eine andere Atmosphäre. Je mehr Kinder, desto schöner für die Athleten. So macht es deutlich mehr Spaß als in kleineren Teilnehmerfeldern.“
Der Grund für die – zunächst nur provisorische – neue Struktur: Es gab zu wenige Athleten, zu wenige Ehrenamtler und dadurch kaum noch Wettbewerbe auf Bezirksebene. Der Bezirksvorstand der Vorderpfalz war kaum noch vorhanden, sodass dieser aufgelöst und auf die Bezirke West- und Südpfalz aufgeteilt wurde. Der neue Bezirk Nordpfalz umfasst nun die Westpfalz, die Nordpfalz sowie die nördlichen Teile der Vorderpfalz, während die Südpfalz durch Gebiete wie Haßloch, Neustadt und die Südwestpfalz ergänzt wurde. Die Trennlinie verläuft etwa entlang der Städte Speyer, Neustadt und Pirmasens.
Deutlich mehr Teilnehmer als in den Vorjahren
„Das heute ist die erste Veranstaltung, auf der die neue Einteilung getestet wird, damit wir sehen, wie es läuft“, erklärt Pressewart Roland Schröder. So kamen etwa 30 Prozent mehr Teilnehmer in die Barbarossahalle als in den Vorjahren: „Das war der Zweck der Übung. Größere Teilnehmer, mehr Konkurrenz, das ist das Positive“, betont Schröder. Es gehe darum, den Athleten mehr Chancen zu geben, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen. Dabei ist insbesondere die Bezirksebene enorm wichtig, um den Anfängern eine Möglichkeit zu geben, sich in einem Wettkampf zu messen. Auf Verbands- oder Landesebene herrscht direkt ein deutlich höheres Level: „Es ist schwierig, diese Athleten dann abzuholen“, weiß Schröder und stellt klar: „Deshalb ist es wichtig, das hier als Einstiegsveranstaltung zu erhalten. Es ist ein schwieriger Prozess, aber wir müssen es probieren und versuchen, uns zu verbessern.“ Am Ende der diesjährigen Leichtathletiksaison soll dann ein erstes Fazit gezogen werden, das mit in den Verbandstag im April 2027 genommen wird.
Gemischte Teams bei den Staffeln
Am vergangenen Samstag ging es für die Leichtathleten um 10 Uhr los, die Bezirksmeisterschaften zogen sich bis in die frühen Abendstunden hin. Die Nachwuchstalente mussten sich in insgesamt fünf Disziplinen messen: im 50-Meter-Sprint, Kugelstoßen, Hochsprung, 800-Meter-Lauf sowie Staffellauf. Bei der Staffel starteten auch gemischte Teams, die jüngeren Läufer mussten je eine halbe Runde rennen, die älteren eine ganze.
Für die TSG war es ein Heimspiel, die Nachwuchsathleten trainieren regelmäßig in der Barbarossahalle: „Das macht in dem Alter aber noch keinen großen Unterschied“, meint Hastrich, sagt aber auch: „Die Aufregung ist vielleicht geringer. Die Kinder wissen, wo sie sind, wo sie sich bewegen müssen.“ Die Lauterer traten mit vielen talentierten Kindern an, die gute Leistungen brachten. Für einige war es aber auch der erste Wettkampf: „Es ist wichtig, mitzumachen, um es zu erleben, um Erfahrungen zu sammeln.“
Vereine aus der Vorderpfalz in Kaiserslautern
Durch die Neueinteilung erstmals in Kaiserslautern vertreten waren die Vereine aus der Vorderpfalz, wie etwa die TG Frankenthal, der LTV Bad Dürkheim, die TSG Grünstadt oder der VTV Mundenheim. „Ich finde es interessant und sehr spannend“, kommentierte Adam Lockhart vom VTV Mundenheim: „Die Konkurrenz ist groß, ich freue mich hier zu sein und sehe die Veränderung sehr positiv.“ Zwar hatte der VTV eine längere Anreise als gewohnt, allerdings „sieht man mal andere Hallen, andere Athleten, andere Wettkampfbedingungen“, wie Lockhart hervorhebt.