Kaiserslautern Neue Infostele im Stadtzentrum zur Stadtgeschichte

Infos zu Barbarossa und der Kaiserpfalz: In der Stadtmitte wurde eine Stele aufgestellt. Im Bild Oberbürgermeisterin Beate Kimme
Infos zu Barbarossa und der Kaiserpfalz: In der Stadtmitte wurde eine Stele aufgestellt. Im Bild Oberbürgermeisterin Beate Kimmel und Petra Rödler vom Förderkreis Kaiserpfalz.

Im Stadtzentrum das stolze, 1968 eingeweihte Lauterer Rathaus mit seinen beachtlichen 22 Stockwerken, davor ein paar Mauerreste, die die einstige Lieblingspfalz des Stauferkaisers Friedrich I. „Barbarossa“ darstellen sollen: Woher sollen Besucher wissen, was es damit auf sich hat? Selbst mancher Lautrer stand bei dem Anblick bisher auf dem Schlauch. Das soll sich ändern.

Mit einer Stele in der neuen Stadtmitte gegenüber der Kaiserpfalz hat der Förderkreis Kaiserpfalz Kaiserslautern dafür gesorgt, dass sich die Informationssituation ab sofort verbessert. Die Idee dazu hatte der Verein schon länger. Bereits 2016 war er an die Stadtverwaltung mit einem entsprechenden Vorschlag herangetreten und hatte Zustimmung erfahren. Vorgesehen war von Anfang an ein Platz in der neuen Stadtmitte. Die Realisierung hat Jahre gedauert.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens

Der Anlass, dass die informative Säule jetzt endlich aufgestellt wurde, ist das 30. Jubiläum des im November 1993 gegründeten Förderkreises. „Wir lassen uns nicht beschenken, wir schenken“, verkündete Vereinsvorsitzende Petra Rödler bei der offiziellen Einweihung der Stele am Mittwochnachmittag. Um deren Bestandsfähigkeit sicherzustellen, haben sich die Verantwortlichen für eine stabile Variante aus Cortenstahl entschieden. Mit einem schmalen Schlitz in Augenhöhe auf der linken Seite gewährt sie einen Durchblick auf die aufgemauerten Reste der Kaiserpfalz mit dem Rathaus im Hintergrund.

Eine 3D-Visualisierung des Gebäudes (ohne Bauzäune) im 13. Jahrhundert samt Informationen über das historische Gebäude, die Pfalzen als Regierungssitze und Herbergen der Stauferkaiser, vermitteln einen Überblick über die damalige Zeit. Als eine strategisch gut gelegene Machtbasis und wirtschaftliches Zentrum der Region war „Kaisers Lautern“ demnach einst ein Lieblingsort des „Rotbarts“.

OB: Lauter soll wieder sichtbar werden

Oberbürgermeisterin Beate Kimmel dankte dem Förderverein, dazu den städtischen Stellen und der Baufirma Bender, die das Projekt bis zur Fertigstellung begleitet haben. Mit der Stele werde die Geschichte der Stadt für die Bürger erkennbar, sie werde ihnen nähergebracht, so Kimmel. Wenn dann noch die Lauter wieder sichtbar sei, wofür sie sich einsetzen wolle, werde die Natur heute wie einst zu Kaisers Zeiten wieder erlebbar sein.

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