Kaiserslautern Nachruf: Pfälzer Bildhauer Gérard Koch tot

Placeholder-Image

„Wie erreicht man es, nicht zu viel Leere in leere Räume zu bringen, oder zu viel Fülle in volle Räume? Ein Problem, das nie gelöst wurde, das ist mein Motor, der mich antreibt“, sagte Gérard Koch, der – wie erst jetzt bekannt wurde – bereits am 31. März in Paris im Alter von 88 Jahren starb. Der 1926 in Kaiserslautern als Sohn des jüdischen Getreidehändlers Eugen Koch und der Zweibrückerin Amalie Eskeles geborene Künstler, der in Zweibrücken aufwuchs, überlebte, weil seine Mutter ihn 1938 in einem Kinder-Transport nach Frankreich unterbrachte. Eine französische Familie adoptierte ihn. Koch lernte Möbelschreiner in Toulouse, meldete sich freiwillig bei der jüdischen Brigade und wandert nach Israel aus. Dort lernte er bei dem Bildhauer Moses Ziffer. 1950 zog er nach Paris und studierte bei Henri Laurens und Ossip Zadkine. Erste figürliche Bronzeskulpturen entstanden, bis er in monumentalen abstrakt-geometrischen Plastiken mit Linien und raumhohen Werken aus Holz, Glas und Metall seinen künstlerischen Ausdruck fand. Seit 1999 waren seine mit zahlreichen Preisen bedachte Werke in der Pfalz zu sehen: in Zweibrücken, Kaiserslautern und Rockenhausen. (adi/Achivfoto: Girard)

Mehr zum Thema
x