Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Nach langer Pause: Kaiserslauterer „Krokodile“ beginnen neues Jahr ganz klassisch

Das Finale 2017: Dirk Feddeck (links) vom Kaiserslauterer SK versucht Maren Hinz vom SV Friedrichsthal zu entkommen.
Das Finale 2017: Dirk Feddeck (links) vom Kaiserslauterer SK versucht Maren Hinz vom SV Friedrichsthal zu entkommen.

Acht Teams, neue Vorrunde im „Dresdner System“ und viel Tradition: Der KSK richtet sein 19. Mixed-Turnier im Schulzentrum Süd aus. Wer macht das Rennen im Finale am Sonntag?

Auf die zumindest bis 2020 übliche Art und Weise beginnen die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) diesmal wieder das neue Jahr: Am Wochenende richten sie zum 19. Mal ihr Mixed-Turnier im Schulzentrum Süd aus, bei dem sechs Gästeteams zusammen mit zwei Mannschaften des KSK auf Titeljagd gehen.

Die erstmals im „Dresdner System“ ausgespielte Vorrunde findet am Samstag zwischen 12.15 Uhr und 19.10 Uhr statt. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr die Zwischenrunde – das Finale ist für 13.30 Uhr angesetzt.

Spezielle Regeln wegen beengter Verhältnisse

Trotz der langen Pause zwischen 2020 und 2025 ist dem Lauterer Mixed-Event noch viel Tradition erhalten geblieben. Beispielsweise die speziellen Regeln, die unter anderem besagen, dass jede Mannschaft aufgrund der beengten Verhältnisse im Schulzentrum Süd nur sechs statt normalerweise sieben Spieler im Wasser hat – oder dass stets zwei dieser Akteure weiblich sein müssen. Aber auch bezüglich der Gästeteams kann man von einem klassischen Jahresauftakt sprechen, denn kaum waren die ersten Einladungen verschickt (wobei für die Teilnehmer des Vorjahres ein separates Anmeldefenster geöffnet wurde), waren die Plätze auch schon ausgebucht. Und so haben es trotz mehrerer Anfragen diesmal wieder keine Neulinge in die Konkurrenz geschafft, da alle Teams von 2025 wieder dabei sein wollten.

Der Stolberger SV hält damit seine Serie aufrecht und ist der einzige Verein, der bisher bei allen 18 Austragungen am Start war. Aber auch die Statistiken der anderen Mannschaften sind durchaus beeindruckend: Der PSV Stuttgart kommt zum 17. Mal nach Kaiserslautern, die Studenten der Uni Karlsruhe (bisher 14 Teilnahmen), der WSV Ludwigshafen (13) und der Wasserballclub Ingolstadt (11) folgen knapp dahinter. In dieser illustren Runde müsste man den bislang „nur“ neunmal angetretenen SV Friedrichsthal also fast schon als das „Küken“ bezeichnen.

Neu: Es wird nach dem „Dresdner System“ gespielt

Auf eine kleine Neuerung muss sich die familiäre Gemeinschaft allerdings doch einstellen: Im dritten Anlauf wird diesmal die Vorrunde im „Dresdner System“ ausgetragen. Die meisten Teams kennen den Modus zwar schon von anderen Events – in Kaiserslautern fand er bislang aber noch keine Anwendung. Hierzu werden die acht Teilnehmer virtuell im Kreis angeordnet und jeder spielt gegen die beiden Mannschaften, die im Uhrzeigersinn folgen und die beiden, die gegen den Uhrzeigersinn davorstehen. Im Vergleich zu den klassischen „zwei Vierergruppen“ hat also jeder eine Vorrundenpartie mehr. Am Ende gibt es eine gemeinsame Tabelle, deren Platzierungen darüber entscheiden, in welches „Halbfinale“ man einzieht. Der Erste kämpft gegen den Vierten und der Zweite gegen den Dritten um die Endspielteilnahme – die untere Tabellenhälfte verfährt analog und spielt am Ende die Plätze fünf bis acht aus.

Auch wenn es speziell aufgrund des „Mixed“-Charakters immer schwer ist, eine Prognose abzugeben, dürften die Favoritenrollen ähnlich verteilt sein wie in den früheren Jahren: Als Rekordsieger und amtierender Titelverteidiger ist die KSK-Erste sicherlich ein ähnlich heißer Tipp wie Vorjahresfinalist SV Friedrichsthal, der seit 2017 immer im Endspiel stand. Der Stolberger SV, der mit vier Turniersiegen aufwarten kann, zuletzt aber dreimal „nur“ Bronze holte, der WC Ingolstadt und der WSV Ludwigshafen streiten sich wohl um die weiteren Plätze im Halbfinale. Der PSV Stuttgart, die Uni Karlsruhe und der KSK 2 dürften hingegen erfahrungsgemäß wohl eher am unteren Ende des Klassements zu finden sein.

Spielplan

Samstag Vorrunde: 12.15 Uhr Stuttgart - Friedrichsthal, 12:40 Ludwigshafen - KSK 1, 13.05 KSK 2 - Ingolstadt, 13.30 Stolberg - Karlsruhe, 14 Friedrichsthal - KSK 1, 14.25 Stuttgart - Ludwigshafen, 14.50 KSK 2 - Stolberg, 15.15 Ingolstadt - Karlsruhe, 15.45 Stuttgart - KSK 1, 16.10 Friedrichsthal - KSK 2, 16.35 Ingolstadt - Stolberg , 17 Karlsruhe - Ludwigshafen, 17.30 Stuttgart - KSK 2, 17.55 Friedrichsthal - Ingolstadt, 18.20 Karlsruhe - KSK 1, 18.45 Stolberg - Ludwigshafen

Sonntag Endrunde: 10 bis 12 Uhr Überkreuzspiele (Halbfinals)
12 bis 14 Uhr Platzierungsspiele (Finale 13.30).

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