Kaiserslautern Nach Jahren findet wieder ein Waldfest der Zuversicht von „alt – arm – allein“ statt

Sorgten im Zelt für Stimmung: die Musiker der „Knattergäng“.
Sorgten im Zelt für Stimmung: die Musiker der »Knattergäng«.

Die Hitze des Sommertages ist in der Talmulde unter den Baumriesen kaum zu spüren: Nach dreijähriger Corona-Zwangspause fand am Sonntag wieder das Waldfest der Zuversicht statt. Anliegen ist und bleibt, Senioren ein paar gesellige und unbeschwerte Stunden zu schenken.

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“, so klingt es fast erhaben im weiten Zelt mitten auf dem Festplatz. Das vielstimmige Singen des Paul-Gerhardt-Liedes mischt sich unter das Rauschen der alten Bäume. Der ökumenische Gottesdienst neigt sich seinem Ende entgegen. Still lächelnde und sehr zufrieden wirkende Gesichter sind an den voll besetzten Tischen und Bänken zu sehen.

Organisiert wird das Waldfest der Zuversicht von „alt – arm – allein“ in Kooperation mit den Hobby-Singers und mit der Unterstützung der Reservistenkameradschaft Otterbach. Anliegen dieser einst von Norbert Thines ins Leben gerufenen Veranstaltung war es schon immer, ältere Menschen zu einem unbeschwerten Tag der Freude und Geselligkeit zusammenzubringen. Gerade diese Altersgruppe habe ja unter den Corona-Jahren besonders zu leiden gehabt, sagt Werner Stumpf, Vorsitzender der Altenhilfe für Stadt und Landkreis Kaiserslautern. Deshalb sei der Sinn einer solchen Veranstaltung jetzt aktueller denn je. Neben den von „alt – arm – allein“ betreuten Menschen seien die Bewohner der Altenheime und Pflegeeinrichtungen eingeladen worden. „Es sind nicht ganz so viele Menschen da wie vor der Pandemie-Zeit“, berichtet Stumpf. „Aber gerade bei unserer Zielgruppe muss sich das Ganze ja erst wieder einspielen.“

Lob von den Besuchern

An einem der Tische sitzt Ulrich Schöllinger. Er wohnt auf der Schernau, dem Alten- und Pflegeheim in Martinshöhe. „Mir gefällt hier alles gut“, erklärt er nach kurzem Überlegen und deutet mit einer großen Geste seines Armes ins weite Rund des Publikums. Kenny Lenz ist im Seniorenzentrum Otterbach zu Hause. Ausdrücklich betont sie, dass ihr der Gesang besonders gut gefalle. Horst Boll aus Bann ist froh über die Geselligkeit auf dem Fest. Besonders gefreut habe er sich aber über die Freundlichkeit der Leute in den grünen Hemden, die an den Tischen für die Bewirtung sorgen.

Inzwischen hat Hans-Joachim Redzimski mit seiner Moderation auf der Bühne begonnen. Der Initiator der Altenhilfe spricht mit Peter Stemmler von den Otterbacher Hobby-Singers. Die Feste der Vergangenheit lassen die beiden Revue passieren. Am Ende des Interviews folgt die Information, dass die Reservistenkameradschaft Otterbach zur Essensausgabe ruft.

Gekocht wird mit viel Liebe

Und da stehen schon Michael Weißmann und Matthias Schulz an den mächtigen Kesseln der Feldküche. „Kartoffelstampf gibt es mit Schweinegeschnetzeltem und mit Gemüse“, erklärt Schulz. Wichtig sei, dass es sich hier nicht um Püree handele. Die Kartoffeln würden zusammen mit den Karotten extra gestampft. „Da muss man beim Essen die Stückchen noch spüren“, betont der Reservist.

Nach dem Essen erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Der Drehorgel-Mann Maximilian Mayer tritt beispielsweise ebenso auf wie die Knattergäng der Hobby-Singers und die Tanzmäuse Katzweiler. Auch die Kleinen von der Kita Lummerland aus Erfenbach haben sich vorbereitet. Schließlich sind auch noch die Tanzmäuse Katzweiler unter der Leitung von Jasmin Kropp an der Reihe.

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