Kaiserslautern Nach dem Ruf geht’s fair zu

Die Technische Universität Kaiserslautern wurde gestern für ihre fairen und transparenten Berufungsverfahren mit dem Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) ausgezeichnet. Nach den Exzellenz-Universitäten Köln und Aachen ist die TU die erste mittelgroße Universität und bundesweit die dritte Hochschule, die für ihre Berufungspraxis zertifiziert wurde. Die Auszeichnung im Wettbewerb um die besten Köpfe für Professuren gilt für die nächsten drei Jahre.

Hubert Detmer, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbandes, überreichte TU-Präsident Helmut Schmidt und Kanzler Stefan Lorenz die Urkunde über das Gütesiegel. Dabei unterstrich Detmer die Bedeutung der Qualifikation. Bereits im Jahr 2008 habe der DHV im ersten Ranking für Berufungsverfahren in Deutschland die TU Kaiserslautern gemeinsam mit der Uni Bayreuth auf Platz eins gesetzt. Insofern sei es sehr erfreulich, dass die Berufungskultur sechs Jahre später an der TU nach wie vor auf hohem Niveau gepflegt werde, sagte Detmer.

Als Erfolgsfaktoren bei Berufungsverfahren der TU wertete der DHV die zügigen Verhandlungen, die gelebte Willkommenskultur, kurze Entscheidungswege und umfassende Unterrichtung über die jeweiligen Verhandlungsschritte. Auch die Unterstützungsangebote in den ersten hundert Tagen für Partnerinnen und Partner neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter in Spitzenpositionen sowie die Angebote der Familien-Service-Stelle sah der Verband als positiv an.

Laut Detmer gibt es an deutschen Universitäten jährlich 2000 Berufungs- und Bleibeverhandlungen. Zwei Drittel der betroffenen Wissenschaftler würden vor und während der Verhandlungen vom Hochschulverband beraten. Basis für die Vergabe des Gütesiegels ist ein aus der Beratungspraxis des DHV heraus entwickelter Fragebogen.

TU-Präsident Schmidt versteht die Auszeichnung als Anerkennung für die gute und langjährige Berufungskultur an der Universität und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem DHV.

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