Fußball Morlautern punktet voll im Abstiegskampf

Der quirlige David Schehl (rechts) dribbelt sich gegen Eisbachtals Lukas Reitz in den Strafraum.
Der quirlige David Schehl (rechts) dribbelt sich gegen Eisbachtals Lukas Reitz in den Strafraum.

Die erste Etappe auf dem steilen Weg zum Klassenverbleib hat der SV Morlautern geschafft. Mit 2:1 bezwang er auf heimischem Kunstrasen die Sportfreunde Eisbachtal. Damit gelang dem Team von Trainer Daniel Graf eine erfolgreiche Premiere in der Abstiegsrunde der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Kurz vor Schluss jagte ein Zweikampf im Morlauterer Strafraum den Puls der SVM-Anhänger noch einmal nach oben.

Ein Gästespieler war in den Sechzehner eingedrungen, worauf Sascha Theis sofort zur Tat schritt und ihn attackierte. Wenig später ging der Eisbachtaler Angreifer zu Boden. Sogleich riss der Morlauterer Innenverteidiger die Arme nach oben, um dem Schiedsrichter zu signalisieren: Das war kein Foul. Die um den Sieg ihrer Mannschaft bangenden Morlauterer Fans – der SVM führte in der spannenden Schlussphase mit 2:1 – erlebten eine Schrecksekunde. Die der Gäste hofften natürlich auf einen Elfmeterpfiff. Der aber blieb aus. „Der Schiri stand nicht weit entfernt und hat gesehen, dass da nichts war“, bemerkte Sascha Theis nach dem Spiel und lobte den Unparteiischen. „Er hat gut gepfiffen.“

Das Prädikat gut verdiente sich auch wieder Theis, der konsequent verteidigte und auch in schwierigen Situationen die Ruhe bewahrte. Ab der 56. Minute hatte er einen Nebenmann in der Abwehrkette, der sonst im Mittelfeld seine Kreise zieht – Leopold Mühlen. Der versierte Techniker und treffsichere Distanzschütze hatte in der ersten Halbzeit sein Team mit 2:1 in Führung gebracht (38.). Zur Abwechslung hatte er diesmal aus kurzer Entfernung getroffen und damit, wie sich später herausstellen sollte, den spielentscheidenden Treffer gelandet.

Als dann aber Coach Graf die Abwehr umstellte – er nahm den Gelb-Rot-gefährdeten linken Außenverteidiger Tyreece Herzhauser vom Platz und beorderte den bis dahin rechts verteidigenden Justin Smith auf Herzhausers Position –, musste Mühlen die für ihn ungewohnte Aufgabe des rechten Verteidigers übernehmen. Aber auch da überzeugte er und bekam nach der Partie ein dickes Lob von seinem Trainer.

Neuer Schwung durch Mario Forster

Für Tyreece Herzhauser, der die Vorarbeit zum 1:1 durch Yvan Kenmo in der achten Minute geleistet, sich aber in manchen Abwehrsituationen wieder als Bruder Leichtfuß gezeigt hatte, kam Mario Forster ins Spiel. Der Stürmer brachte neuen Schwung und Dynamik in das nach der Pause etwas abgeflaute Morlauterer Angriffsspiel. Nach einer von Florian Bicking geschlagenen Flanke bot sich ihm im gegnerischen Strafraum die große Chance zum 3:1, die er aber nicht nutzte (63.). Danach scheiterte Forster in aussichtsreicher Position – wieder kam der Ball von Bicking – am stark parierenden Gästekeeper Niklas Kremer (78.). Auch an dem schönsten Morlauterer Angriff war Mario Forster beteiligt (81.). Eingeleitet vom quirligen David Schehl, setzte er mit einem schnellen und präzisen Zuspiel Bobby Edet im Eisbachtaler Strafraum perfekt in Szene. Doch der für den engagierten, aber glücklos agierenden Felix Bürger in der 79. Minute ins Spiel gekommene Stürmer traf nicht. Am Wochenende zuvor hatte er nach seiner Einwechslung mit dem ersten Ballkontakt gegen Mechtersheim getroffen. Diesmal stach der Joker aber nicht. In der Nachspielzeit wurde dann Mario Forster auf unsanfte Weise um einen Treffer gebracht. Ein Gegenspieler legte ihn per Notbremse und sah dafür zu Recht die Rote Karte.

In seinem Resümee ging SVM-Trainer Daniel Graf auch auf die vielen ungenutzten Torchancen seiner Mannschaft ein. „Wir hatten da kein Glück im Abschluss“, sagte der Coach. Trotzdem sicherte sich sein Team den ersten Dreier in der Abstiegsrunde und schöpfte Mut für die noch elf bevorstehenden Runden im Kampf um den Ligaverbleib.

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