Inklusionssport RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Tischtennis aktiv gegen Parkinson bei der SG 2018 Hochspeyer

Wilfried Müller, Landesleiter von PingPongParkinson Rheinland-Pfalz/Saarland bei seiner Ansprache. Im Hintergrund Alina Friedric
Wilfried Müller, Landesleiter von PingPongParkinson Rheinland-Pfalz/Saarland bei seiner Ansprache. Im Hintergrund Alina Friedrich, Beisitzerin im Vorstand der SG Hochspeyer, und Thomas Flöser, verantwortlich für den Bereich Inklusion und Integration bei der SGH.

Menschen mit Parkinson bietet der PingPongParkinson-Stützpunkt in Hochspeyer die Möglichkeit, durch Tischtennis ihre Motorik , Koordination und Lebensqualität zu steigern.

Mit einer abwechslungsreichen Feierstunde wurde am Samstag der neue PingPongParkinson-Stützpunkt in Hochspeyer offiziell eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Medizin und Vereinswesen kamen zusammen, um ein starkes Zeichen für Inklusion, Bewegung und Teilhabe zu setzen.

Zu Beginn begrüßten Alina Friedrich, Beisitzerin im Vorstand der SG 2018 Hochspeyer, sowie Mario Wilfried Müller, Landesleiter von PingPongParkinson Rheinland-Pfalz/Saarland, die Anwesenden. In ihren Grußworten betonten sie die Bedeutung von Sportangeboten für Menschen mit Parkinson und dankten allen Beteiligten, die die Einrichtung des Standorts möglich gemacht haben.

Inklusion im Sport als Haltung

Im anschließenden Themenblock „Inklusion im Sport allgemein“ verdeutlichten Timm Ritterböck, Sportinklusionslotse beim Landessportbund Rheinland-Pfalz, und Oliver Kalb, Abteilungsleiter Gesellschaftspolitik beim Landessportbund Rheinland-Pfalz, die gesellschaftliche Verantwortung von Sportvereinen. Sie hoben hervor, dass Inklusion im Sport nicht nur ein Ziel, sondern eine Haltung sei, die Begegnung, Respekt und gleichberechtigte Teilhabe fördere.

Wie Inklusion konkret vor Ort gelebt wird, zeigte Thomas Flöser, verantwortlich für den Bereich Inklusion und Integration sowie Jugendleiter Fußball bei der SG 2018 Hochspeyer. Er stellte die bisherigen inklusiven Aktivitäten des Vereins vor und machte deutlich, dass der neue PingPongParkinson-Stützpunkt eine konsequente Weiterentwicklung des Engagements darstellt.

Künstliche Intelligenz bei der Parkinson-Therapie

Einen medizinisch-wissenschaftlichen Einblick bot der Programmpunkt „KI zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung/Sport bei Parkinson“. Klaus Krieger, Stützpunktleiter in Hochspeyer, sowie Florian Lange, Oberarzt der Universitätsklinik Würzburg, erläuterten die positiven Effekte von regelmäßigem Tischtennisspiel auf Motorik, Koordination und Lebensqualität von Betroffenen. Zudem wurde aufgezeigt, welche Rolle moderne Technologien und Künstliche Intelligenz künftig in der Therapie spielen könnten.

Ein besonderer Höhepunkt war die offizielle Eröffnung des Stützpunkts durch Alina Friedrich und Klaus Krieger. Mit diesem symbolischen Akt ist Hochspeyer nun Teil des bundesweiten Netzwerks von PingPongParkinson, das sich der Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Parkinson verschrieben hat.

PingPongParkinson als Ort der Begegnung

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zu Gesprächen, zum Netzwerken – und natürlich zum gemeinsamen Tischtennisspiel. Dabei wurde schnell deutlich: Der neue Standort ist nicht nur ein Trainingsort, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Miteinanders.

Mit der Eröffnung setzt die SG 2018 Hochspeyer ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion und zeigt, wie Sport Brücken bauen kann – unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen. Training am Stützpunkt ist immer dienstags zwischen 18 und 20 Uhr in der Sporthalle der SG Hochspeyer, Kirchstraße 80. Infos im Netz unter sg2018.de und pingpongparkinson.de.

Info

Sie benötigen Unterstützung?
Die Sport-Inklusionslotsen im Großraum Kaiserslautern/Kusel/Donnersberg, Timm Ritterböck und Karsten Kalbheim, stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Beispielsweise dann, wenn Sie den Inklusionsgedanken in Ihrem Verein oder Verband verankern möchten oder wenn Sie vor Ort den Kontakt zu einem Sportverein mit einem inklusiven Sportangebot suchen.
Kontakt: k.kalbheim@silo.lsbrlp.de und t.ritterboeck@silo.lsbrlp.de

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