Kaiserslautern Millionenförderung für neues Graduiertenkolleg von RPTU und ITWM

Die jungen Forschenden sind gemeinsam im Felix-Klein-Zentrum auf dem Campus der RPTU untergebracht.
Die jungen Forschenden sind gemeinsam im Felix-Klein-Zentrum auf dem Campus der RPTU untergebracht.

Rund sieben Millionen Euro werden in den nächsten fünf Jahren in das neue Graduiertenkolleg der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) fließen – um Nachwuchs zu fördern und unerschlossene Themenbereiche zu erforschen.

Komplexe Fragestellungen bringen oft Zielkonflikte mit sich, „allen voran zwischen Qualität und Kosten“, sagt Professor Stefan Ruzika, Sprecher des Graduiertenkollegs und Teil der Arbeitsgruppe Optimierung an der RPTU. Im Rahmen von MIMO (Mathematics of Interdisciplinary Multiobjective Optimization) sollen solche Probleme mithilfe von Mathematik gelöst werden. Bei der Pareto-Optimierung, wie der mathematische Ansatz des Forschungsteams heißt, wird eine Menge von möglichen Lösungen berechnet, um „diejenigen Lösungsmöglichkeiten heraus zu greifen, die nicht von anderen dominiert werden“, erzählt Ruzika. „Unsere Theorie ist vielfältig anwendbar“, sagt Anita Schöbel, stellvertretende Sprecherin des Graduiertenkollegs und Leiterin des Fraunhofer-ITWM. „So befassen wir uns nicht nur mit der systematischen Planung von Transportprozessen, sondern ebenso mit der Optimierung der Strahlentherapie für die Krebsbehandlung“. Durch die Bewilligung des Graduiertenkollegs soll nicht nur die hohe Qualität der Forschung gezeigt werden, auch die nächste Generation von Wissenschaftlern soll auf hohem Niveau qualifiziert werden, dafür wurden 20 Doktorandenstellen geschaffen. slvo

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