Kaiserslautern Leser klagen: Es holpert, Schlaglöcher werden nur provisorisch geflickt
Gerhard Brenner, Kaiserslautern: Ich wohne in Kaiserslautern in der Ebertstraße. Auch wir in Kaiserslautern-Ost haben eine „Stoßdämpfer-Teststrecke“. Es handelt sich um die Stiftswaldstraße. Die Holprig-Straße beginnt an der Einmündung Donnersbergstraße/Stiftswaldstraße in Richtung stadtauswärts bis zu Einmündung der Straße Am Warmfreibad/Stiftswaldstraße. Schon im September 2024 habe ich mich wegen des schlechten Straßenzustandes an die Stadtverwaltung Kaiserslautern gewandt. Getan hat sich so gut wie nix. Ab und zu versucht man die Schlaglöcher und Unebenheiten der Fahrbahn zu flicken. Bedingt durch den schlechten Zustand der Fahrbahn, weichen die Anwohner auf die Ebertstraße aus. Dort ist die Fahrbahn in einem guten Zustand und da wird schnell gefahren, obwohl auch dort eine 30er-Zone ist. Schlimm ist es zu Arbeitsbeginn und -ende. Auch Zweiradfahrer meiden diese Straße. Reaktion bis dato negativ. Schon aus Gründen der Leichtigkeit und Sicherheit des Verkehrs wären Maßnahmen erforderlich.
Ulrich Czindsolors, Krickenbach: Mein Mitgefühl an die Schlaglochopfer in Kaiserslautern, auch außerhalb wird „gelitten“ . Seit ich in Rente bin, komme ich nicht mehr so viel rum. Trotzdem kann ich zum Thema Straßenzustand ein paar Beispiele nennen. Zunächst ein gutes: Nach fast zwei Jahren Bauzeit hat unser Dorf eine ordentliche Dorfmitte, samt Hauptstraße und Bushaltestellen.
Die Lauterer mögen uns nachsehen, dass wir unsere Wocheneinkäufe überwiegend in Landstuhl erledigen. Der Weg dorthin führt entweder über die Dörfer Linden, Queidersbach und Bann. Dabei stellt die Ortsdurchfahrt Queidersbach den nervigsten Teil dar. Auch ohne klassische Schlaglöcher werden Fahrzeug und Insassen erbarmungslos durchgeschüttelt. Abgesunkene Kanaldeckel und unzulänglich angepasste Reparaturstellen bewirken das, was andernorts durch den gefürchteten Asphaltwurm verursacht wird.
Ab und zu gönnen wir uns den kleinen Umweg über Kaiserslautern-Vogelweh nach Landstuhl. Allerdings haben die Straßenbauer vergangener Zeiten ein Handicap eingebaut. Die Straße durch Kindsbach lässt uns immer wieder an die Zeiten denken, als auf dieser Route die Truppen Napoleons gen Osten zogen. Wir könnten angesichts dieser trüben Aussichten auf ein komfortables Einkaufserlebnis die Idee entwickeln, auf die A6 auszuweichen ... Ähh, nee, dann lieber doch nicht.
Petra Höhn, Kaiserslautern: Wir wohnen in der Beethovenstraße, zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Richard Wagner Straße. Die Straße ist seit Jahren total marode, hat Schlaglöcher. Ich mache Fotos und schicke sie an die Stadt. Falls man Glück hat, kommt jemand mit einem Eimer Teer und füllt die Löcher auf. Nach etwa einer Woche gleicher Zustand. Steine werden von den Autos herausgefahren und an die Haustür geschleudert. Das ist schon Jahre lang so, immer der gleiche Zustand.
Jürgen Klug, Enkenbach-Alsenborn: Auch bei uns in Enkenbach gibt es so eine Straße. Fährt man von der Friedhofsstraße in Enkenbach Richtung Sembacher Kreuz, kommt man an den Baggerbetrieb Korz. Auf dessen gesamter Höhe ist der Straßenbelag sehr schlecht. Wie andere Radfahrer auch benutze ich oft diese Strecke, wenn ich vom Mehlingerhof oder den Schwarzweihern nach Hause fahre. Die Fahrbahn ist insbesondere an den Fahrbahnseiten so schlecht, dass man in die Straßenmitte ausweichen muss. Da läuft man allerdings Gefahr, dass ein Fahrzeug von hinten kommt und man stark gefährdet wird. Dort müsste die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn dringend etwas tun.
Was mich auch stört ist, dass bei der Baumaßnahme in der Hauptstraße die schönen, alten Kastanienbäume, angeblich wegen Krankheit, beseitigt wurden. Fast gleichaltrige stehen noch an der evangelischen Kirche. Diese Bäume wurden durch einen Baumpfleger saniert und die anderen wurden durch einen Förster für krank erklärt. Dabei sind die Förster keine Baumpfleger, sondern für die Holzernte zuständig. Die „Inseln“, welche in Verlängerung der Parkflächen in die Straßen eingelassen wurden, bei denen hat man eine Betonwanne ausgebildet und danach Mutterboden eingefüllt. Dort kann man einfach nichts anpflanzen, weil die Verbindung zum übrigen Boden fehlt. Bisher wurde auch noch nichts gemacht. Ich bin gespannt, was man dort unternehmen wird. An dem Anwesen Klug, an der Ecke zu Luitpoldstraße, hatte man Findlingssteine und Schutt in die Grube geworfen, nun hat man schon vor längerer Zeit mit Splitt aufgefüllt. Offenbar soll dort ein Betonpflasterbelag aufgebracht werden. Man macht hier den gleichen Fehler wie in Kaiserslautern-Mitte: Alles wird mit Beton versiegelt. Die Temperatur wird künstlich erhöht. Und wenn die Baustelle abgeschlossen ist, sucht man nach Lösungen, um diese Nachteile wieder teilweise zu beseitigen. Solche Dinge müssen während der Planung einfließen und nicht nach guter Laune am Ende der Maßnahme.
Erich Reis, Kaiserslautern: Bei uns in der Schandeinstraße sieht es genauso aus wie auf dem Kotten. Das ist eine Schande. Und wir zahlen wiederkehrende Beiträge. Holprige Grüße ...
Elfriede Day, Kaiserslautern: Üble Verhältnisse können Sie auch in der Wiesenstraße und in den Seitenstraßen rund um den Wiesenplatz finden. Außer provisorischen Sofortmaßnahmen, wenn Löcher zu groß werden, passiert schon seit Jahren absolut nichts.