Kaiserslautern Lauterer Firmenlauf: Die Grünen kritisieren die neue Route durch den Wald
„Der Firmenlauf ist in unserer Stadt ein Event für alle, stärkt das Wir-Gefühl und den Teamgeist. Umso mehr bedauern wir, dass dieses ,alle’ bei der neuen Route nicht mitgedacht wurde“, moniert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Michael Kunte. „Die neue Strecke bedeutet für die Teilnahme vieler Menschen mit Seh- oder Gehbeeinträchtigung, älterer Personen oder Familien das Aus“, ist er überzeugt.
Der Veranstalter des jährlichen Firmenlaufs, B2-Run, möchte die Strecke aus der Innenstadt weg auf den Betzenberg und in den Wald sowie den Wildpark verlegen. „In den vergangenen Jahren konnte jeder auf den barrierefreien Wegen mitlaufen, auch jemand, der das Kind im Bollerwagen mitnimmt“, so Kunte weiter. „Unabhängig von den zusätzlichen Höhenmetern auf der neuen Strecke sind die unebenen Waldwege mit Wurzeln und Stolperfallen nicht geeignet, um einen inklusiven Lauf zu garantieren.“
Auch für Waldwege und Tiere „nicht zuträglich“
Für die Waldwege sei es zudem nicht zuträglich, „wenn tausende Menschen innerhalb sehr kurzer Zeit darüber laufen, in den Büschen überall der Müll landet und die Tiere im Wildpark durch den Lärm verschreckt werden“, fügt der Fraktionschef im Stadtrat, Tobias Wiesemann, an. Auch die Gastronomie werde benachteiligt, merken die Grünen an und wünschen sich für 2027 eine Route, die diese Argumente berücksichtigt.
Kerstin Kührt von der Lebenshilfe sieht die Änderungen ebenfalls kritisch. 2025 hätten rund 170 Bewohner der Lebenshilfe-Häuser, Kita-Kinder und Mitarbeiter teilgenommen. „Dafür bekamen wir sogar einen Preis durch die Veranstalter. Bei der neuen Streckenführung werden einige im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleiben“, befürchtet sie.
Auch der Inklusionsbeirat hatte die neue Streckenführung bereits kritisiert.